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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 10.975 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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Startschuss für Apps4Bremen gefallen – Hackday am 19.11.


Transparent und unfertig – in diesem architektonischen Rahmen ist am 11.11.2011 in Bremen der Wettbewerb „Apps4Bremen“ gestartet worden. Die Senatorin für Finanzen und das Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH (ifib) luden zu einem Kick off im 21. Stock des gläsernen Weser Tower in der Überseestadt. Das Setting im noch nicht ganz fertig gestalteten Obergeschoss des Turms mit Weitblick über Bremen passte zum Rahmen von „Apps4Bremen“: Es geht um Transparenz. Und es geht um derzeit noch offene Fragen zu Verwaltungs-Neuland: Open Government und Open Data.

Mit Apps4Bremen setzt die Freie Hansestadt Bremen den vor rund einem Jahr mit der „Bremer Empfehlung zu Open Government Data“ eingeschlagenen Kurs auf eine offene Verwaltung konsequent fort. Das Bekenntnis zu Open Data und Apps4Bremen sind im rot-grünen Koalitionsvertrag verankert. Mit Apps4Bremen unterstützt Bremen nun den am 8.11.2011 in Berlin gestarteten bundesweiten Wettbewerb „Apps für Deutschland“. Dazu hat Bremen ein Datenportal eingerichtet. Insgesamt werden vier Preise für Ideen oder Apps ausgelobt, die auf bremischen Verwaltungsdaten basieren. Bremen gesellt sich damit zu Berlin, das den Bundes-Wettbewerb ebenfalls unterstützt.

Open Data sei „mehr als Apps im Apps-Store“, betont Bürgermeisterin Karoline Linnert, Senatorin für Finanzen. Open Data sei ein Prozess. Es ginge neben der Datenfreigabe auch um eine moderne Form von Demokratie und um neue Formen der Kooperation von Verwaltung und Bürgern. Wie diese gemeinsame Anstrengung praktisch umgesetzt werden könne, solle der Wettbewerb zeigen.

 Die für Apps4Bremen ausgelobten Preise teilen sich in zwei Kategorien ein: 

  • Ideenwettbewerb: Gesucht wird die beste Idee aus Bremen zur Entwicklung eines Prototypen, gesponsert von der bremischen Wirtschaftsförderung. Ideen können bis zum 15.12.2011 eingereicht werden, die beste von ihnen wird mit 35 Prozent der Entwicklungskosten (Höchstsumme: 50.000 Euro) gefördert. Mitmachen können ausschließlich bremische Klein- und mittelständische Unternehmen.
  • Bremischer Sonderpreis: Bis zum 1.2.2012 können Prototypen für Apps eingereicht werden, die auf bremischen Daten basieren und „erkennbaren Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger“ haben, erklärte Bremens IT-Direktor Dr. Martin Hagen. Prämiert werden drei Prototypen (1.000 Euro für den 1. Preis, zweimal 500 Euro für zwei 2. Preise).

Bremen nutzte die gut besuchte Eröffnungsveranstaltung auch, um über Open Government und Open Data zu informieren. So führte Anke Domscheit-Berg vom Government 2.0-Netzwerk in die Thematik ein. Vorträge und Diskussionen an diesem Tag rund um das „Open“ zeigten (wieder einmal), dass es noch viele Fragen gibt – z. B. Gebühren (Geodaten), Lizenzfragen, Knackpunkt Kulturwandel in der Verwaltung. Bremen hat aber mit seinem progressiven Informationsfreiheitsgesetz bereits solide Fundamente für die Öffnung gelegt. Die Hansestadt meint es ernst damit, staatliche Interpretations-Monopole von Verwaltungsinformationen aufzugeben und das Verhältnis Staat-Bürger neu zu justieren.

19.11.2011: Hackday an der Uni Bremen

Apps fallen aber nicht vom Himmel. Das ifib veranstaltet deshalb am 19.11.2011 einen Hackday, gemeinsam mit der Open Knowledge Foundation. Hier werden erfahrende Entwickler von Apps interessierten Gleichgesinnten zeigen, wie man aus bremischen Daten interessante Anwendungen machen kann. Damit sollten insbesondere Bremer Studenten der Informatik motiviert werden, sich an Apps4Bremen zu beteiligen, so Prof. Dr. Herbert Kubicek vom ifib. Gemeinsam sollen Daten recherchiert und Anwendungen programmiert werden. Auch das ist Kollaboration im besten Sinne. Und Nachfrage steuert bekanntlich auch das Angebot. Gute Voraussetzungen also für das offene Bremen.

Hackday in Bremen: Samstag, 19.11.2011, 10.00 Uhr – 19.00 Uhr, im Studierendenhaus auf dem Campus der Universität, Bibliotheksstraße , www.ifib.de

www.daten.bremen.de

 

Eingereicht von auf 13. November 2011Kein Kommentar | 4.078 Aufrufe

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