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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 10.983 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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Session: Chancen und Möglichkeiten von Government 2.0 – eine Einführung


Government 2.0 beschreibt neue Formen der Internet- gestützten Kommunikation und Interaktion zwischen Bürgern und Verwaltung/Politik, die die bisher übliche Einbahnstrasse verlassen. Web 2.0 ist das interaktive Netz, es lebt vom Zuhören der Beteiligten, vom Teilen ihres Wissens und vom gemeinsamen Engagement der Vielen. Mit Web 2.0 wird in Echtzeit kommuniziert, vernetzen sich Communities mit gemeinsamen Interessen, wird offen Feedback gegeben – gefragt und ungefragt. Längst haben sich Bürgerinnen und Bürger als Konsumenten daran gewöhnt, den Weg ihres Päckchens im Internet zu verfolgen, bei Amazon ihre Meinung zu Büchern zu hinterlassen und vor einer Reisebuchung im Netz nach Beurteilungen, Fotos oder Videos ihres Wunschortes zu suchen.

In der Regel wird zur Beschreibung des Government 2.0 die strategische Basis des Open Governments genutzt. Natürlich kann man Techniken des Government 2.0 auch anwenden, ohne sonderlich transparent zu sein – dies wäre jedoch ein Widerspruch zur Kultur des Web 2.0, die durch Offenheit, Transparenz und Mitmachen geprägt ist. Open Government baut auf drei Säulen:

  • Transparenz, vom Open Data Ansatz bis zur Transparenz von Entscheidungsprozessen und von Ergebnissen politischen Handelns
  • Kollaboration, jede Art der sinnstiftenden Zusammenarbeit, die eine Verwaltungseinheit und andere einbezieht – „andere“ können andere Verwaltungseinheiten sein aber auch dritte, z.B. Vertreter der Zivilgesellschaft
  • Partizipation, die gesamte Palette politischer Meinungsbildung durch Beteiligung Dritter – von der Petition über Abstimmungsverfahren bis hin zum eVoting

Noch vor einem Jahr war Government 2.0 in Deutschland ein Thema, das so neu war, dass es vor allem theoretisch und anhand ausländischer Anwendungsfälle diskutiert wurde, aber zu dem es kaum deutsche gute Beispiele gab. Das ist inzwischen anders. In diesem Vortrag wird Anke Domscheit zeigen, was sich seitdem im In- und Ausland getan hat. Sie wird dabei sowohl auf politische Maßnahmen und Entscheidungen eingehen als auch an neuen Praxisbeispielen zeigen, was bereits geht – wenn der politische Wille da ist. Gleichzeitig wird sie deutlich machen, dass wir einen umfassenden Kulturwandel brauchen, wenn die Chancen und Potenziale des Government 2.0 für eine neue Qualität der Demokratie Wirklichkeit werden sollen.

Wann und wo?

Am Donnerstag, den 30. September, um 14:30 in der Vertretung des Freistaats Bayern in Berlin

Zur Person

Anke Domscheit-Berg hat erst Textilkunst im Erzgebirge und später intern. BWL an der Accadis Business School studiert sowie einen MA für European Business Administration in Newcastle (UK) erworben. Nach 11 Jahren Tätigkeit als Unternehmensberaterin und IT Projektleiterin bei Accenture und im Business Technology Office von McKinsey ist sie seit Anfang 2008 bei Microsoft Deutschland als Director Government Relations und Innovative Government Programs Regional Lead beschäftigt. Sie war Initiatorin des ersten Government 2.0 Camps Deutschland und ist Autorin von Beiträgen zu Government 2.0 in Büchern und Fachzeitschriften. Zu ihrem fachlichen Schwerpunkt Government 2.0 hält sie Vorträge auf Konferenzen und an Universitäten im In- und Ausland. Sie ist Gründungsmitglied und Mitglied des Vorstands im Government 2.0 Netzwerk Deutschland e.V.

Foto: fotografa/Berlin

Eingereicht von auf 2. September 2010Kein Kommentar | 1.819 Aufrufe

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