Random Hacks of Kindness, Berlin – in 32 Stunden ein Stück Welt verbessern
Helga Hansen, Autorin bei der Mädchenmannschaft, auf Twitter unter @hanhaiwen bekannt, war zum ersten Mal beim Random Hacks of Kindness in Berlin dabei. Nachfolgend beschreibt sie, wie sie den internationalen Hackathon von innen erlebt hat.
Hacking for Humanity – von Helga Hansen
32 Stunden, Hunderte Flaschen Mate und die Aussicht, die Welt ein bißchen besser zu machen. Am ersten Dezemberwochenende hieß es im Berliner betahaus “Hacking for Humanity“. Über 60 Hacker_innen kamen zusammen und grübelten über SMS-Services und Datenvisualisierung. Vom Like-Button zum Anfassen bis zur Plattform für objektive Informationen zum Klimawandel reichten die Probleme, die gelöst werden wollten.
Nach dem “Early Bird”-Frühstück ging es am Samstag vormittag los mit der Problemvorstellung. Einige Ideen kamen von lokalen Projekten, wie der Amadeu-Antonio-Stiftung und den Sozialhelden . Von letzteren war Raul Krauthausen gekommen und präsentierte das Problem “Broken Lifts” – hier sollen die Meldungen kaputter Aufzüge gesammelt und ausgewertet werden. Derzeit warnen schon viele Verkehrsunternehmen im Internet, wenn ihre Aufzüge defekt sind. Eine zentrale Auswertung könnte enthüllen, wo die Reparaturarbeiten besonders lange dauern und gleichzeitig Menschen mit Kinderwagen oder Rollstuhl helfen, ihre Reisen zu planen.
Ein wenig erinnerte die anschließende Gruppenbildungsphase an die Schule. Lauter Leute die vor Whiteboards stehen und mit bunten Markern darauf rumkritzeln. Und sich anschließend vor ihre Laptops setzen und lostippen. Unterbrochen wurde der Nachmittag nur noch durch die Mahlzeiten vom Caterer Greasy Spoon (der Name ist nicht Programm, das Essen war lecker). Auf der Wand liefen die Livestreams anderer RHoK-Events aus der ganzen Welt und auf den Tischen sammelten sich die ausgetrunkenen Mate-Flaschen, bis es ab dem Abend zunehmend leerer wurde.
Doch nicht alle gingen nach Hause – eine Handvoll Leute verbrachte die Nacht im betahaus. Milena Glim ging immerhin für eine Stunde Schlaf nach Haus. Sie war bereits beim vorherigen RHoKBerlin und schätzt die Atmosphäre, denn „als Grafikerin habe ich sonst nie mit Programmierern zu tun, aber das Arbeiten ist wirklich toll.“ Dieses Mal arbeitete sie an einem Projekt mit, den Like-Button vom Internet in die physische Welt zu übertragen, und gewann mit ihren Mistreitern am nächsten Tag damit den Wettbewerb.
Am Sonntag morgen füllte sich das betahaus langsam wieder. Nur noch wenige Stunden blieben bis zur Präsentation des Ergebnisse. Zu mehr Mate und Kaffee trudelten dann die Mitglieder der Jury ein. Nach dem Mittagessen ging es endlich los, auch wenn die meisten noch fleißig tippten. Nicht alles war fertig geworden – aber das bedeutet nicht unbedingt das Ende eines Projekts. So entwickelte Lori Grosland ein RHoK-Projekt aus dem vorherigen Jahr weiter. Sie stellte eine Notfall-App für Windows Phone 7 Handies vor, die es bisher nur für Android gab.
Richtig voran ging es bei “Broken Lifts”, so Raul Krauthausen: „Das Event war ziemlich großartig, sich einfach mal ein Wochenende Zeit zu nehmen, um an einer Sache zu arbeiten. Da kann man schon eine Menge schaffen.“ Tatsächlich erreichte das Team mehr, als in der Projektidee vorgeschlagen wurde. Nun ist es sogar möglich, die Zustandsmeldungen einzelner Berliner S- und U-Bahnstationen zu abonnieren. Damit gewann das Team schließlich den zweiten Preis – und die Webseite ging noch während der Preisverleihung online. Ein toller Abschluss des Random Hacks-Wochende.

















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[...] Wochenende war ich bei den Random Hacks of Kindness in Berlin. Ein Artikel von mir darüber ist auf Government 2.0 erschienen. Tatsächlich habe ich auch noch mit Michael Kreil einen Preis bekommen. Für ein [...]