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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 12.370 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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Programmieren für die Menschlichkeit Random Hacks of Kindness – am 3./4.12.2011 in Berlin


Am ersten Dezember-Wochenende ist es wieder so weit: das 3. Random Hacks of Kindness in Berlin findet statt, das 4. weltweit.

Random Hacks of Kindness ist ein an vielen Orten der Welt gleichzeitig und wiederholt an einem Wochenende stattfindender Programmierwettbewerb. RHoK verbindet dabei Öffentliche Verwaltung, Krisenmanagement-Institutionen, Privatwirtschaft und die Programmierer-Community, um an diesem Programmier­marathon (Hackathon) Lösungen für vorher von den Experten aufgestellte Probleme zu entwickeln, die sich in Desaster- und Krisensituationen stellen. In 2011 wird sich RHoK erstmals auch den Themen Klimawandel und Humanitäre Probleme widmen.

Über 100 Anwendungen wurden bisher schon auf RHoK Events entwickelt, darunter Lösungen, die bereits vielfach in Krisengebieten überall auf der Welt eingesetzt wurden. Eine in Berlin für die Caritas entwickelte Anwendung fand ihren Einsatz schon in Haiti, Pakistan und auch nach dem Erdbeben in Japan. Andere Anwendungen, wie die Team-Notruf-App für den Berliner Innensenat, ermöglichen lokalen Einsatzhelfern, ihre Hilfeleistung besser zu koordieren, schneller und effektiver Hilfe zu leisten. Sieben Apps wurden allein beim letzten RHoK in Berlin entwickelt! Über 70 Freiwillige haben sich dazu ein Wochenende lang im Betahaus in Berlin-Kreuzberg zusammengefunden.

Probleme aus aller Welt warten auf eine Lösung

Auf der internationalen Website www.rhok.org finden sich dafür ausreichend Problemstellungen aus aller Welt, die auf eine Lösung warten. Aus Indien wünscht man sich eine Anwendung, die mit billigsten Sensoren die Überprüfung der Wasserqualität ermöglicht, um besser Verunreinigungen zu identifizieren und damit Krankheiten vorzubeugen. Apps werden gesucht, die über dezentrales Crowdsourcing eine Erfassung von Vogelmigrationen ermöglichen, um Auswirkungen des Klimawandels und regionale Biodiversität erkenntbar zu machen, aber auch ein globales Wasserzugangs-Verzeichnis gehören zu den noch ungelösten Problemen. Die Beschreibungen der gewünschten Problemlösungen finden sich hier. Auch weiterhin können Probleme eingereicht werden, dazu arbeitet das RHoK Orgateam Berlin bereits mit Hilfsorganisationen und Behörden zusammen. Diesmal mit dabei u.a. die Sozialhelden (bekannt durch Wheelmap), Reporter ohne Grenzen und die Welthungerhilfe.

Problemstellungen können alle möglichen Software-Lösungen erfordern, z.B.:

  • Anwendungen, die die Bewertung von individuellen Risiken ermöglichen (z.B. Überschwemmungsrisiko, Erdrutschgefährdung, Aschewolkenbewegung, Buschbrandrisiken, Dürre)
  • Anwendungen, die konkrete Gefahrensituationen, Schäden oder Zustandsveränderungen sichtbar machen (z.B. Überschwemmungssituationen, Zerstörungssituation/Betroffenheitssituation bei [Groß-] schadenslagen oder mit Blick auf sich verändernde klimatische Bedingungen, Menschenrechtsverletzungen, Meinungs- und Pressefreiheit, Rassismus)
  • Anwendungen, die Hilfeleistungen unterstützen (z.B. Anwendungen, die Angebot und Nachfrage von bestimmten Hilfsmitteln abstimmen helfen, die Angehörige zusammen führen oder informieren, die Logistik planen helfen u.a.)
  • Anwendungen, die vor, während, nach einer Notfalllage zu ihrer Linderung beitragen oder
  • Anwendungen, die helfen, negative Folgen des Klimawandels zu bewältigen (z.B. Prognosen für Niederschlagsmengen, veränderte Eignungen für Nutzpflanzen, Visualisierung von Umweltbelastungen/Überschwemmungsgebieten…)
  • Anwendungen, die humanitäre Probleme lösen helfen (Gesundheitsversorgung in abgelegenen Regionen oder Krisengebieten, Leben in Flüchtlingslagern, Hilfe und Selbsthilfe bei mangelhaftem Zugang zu sauberem Wasser oder zu Sanitäreinrichtungen, Zugang zu Märkten, Bildung, Kleinkrediten, Aufbau junger Demokratien, Meinungs- und Pressefreiheit, Bekämpfung von Rassismus)

Diese Anwendungen können sowohl für Bürger_innen und Betroffene nützlich sein als auch für Spendende, Hilfeleistende, Hilfsorganisationen oder andere Stakeholder. Es kann sich dabei um Webanwendungen oder um mobile Applikationen handeln.

Jetzt registrieren! – www.rhok.org/events/berlin-germany

Das Government 2.0 Netzwerk Deutschland e.V. hat bereits die bisherigen RHoK Events in Deutschland unterstützt, natürlich sind wir wieder dabei! Bis zum Hackathon ist es nicht mehr lang. Dafür werden weiter Unterstützer gesucht. Interessenten finden die Kontaktdaten dafür weiter unten. Die Registrierung ist bereits offen: neben Programmierer_innen werden auch Designer_innen (für schöne Oberflächen) und Subject Matter Experts gesucht.

Zu gewinnen gibt es wieder Geldpreise (im Wert von ca. 2000€) und attraktive Sachpreise – unter anderem gibt’s wieder eine X-Box mit Kinect als Preis, aber auch LED Beamer, Mediamarkt Gutscheine und vieles mehr. Das begehrte RHoK-Star-T-shirts gibts für alle (für die Gewinner in special editions). Die Finanzierung von Preisen, Location, Catering, T-shirts etc. wurde wieder durch großzügige Sponsoren ermöglicht – diesmal u.a. dabei: Google Deutschland, Microsoft Deutschland, Xing, init.

Einen schönen Gesamteindruck vom letzten RHoK gibt der Mediareport RHoK Berlin Juni 2011, neben Medienreaktionen enthält er auch Impressionen, Bilder, Zahlen und Fakten. Zum Verteilen eignet sich am besten der Flyer: 2011-12-01-RHoK-Berlin_Ein Überblick Eine Präsentation (englische Sprache) mit Bildern, Fakten, Medienberichten und Best Practice Tipps zum Event findet sich auf Slideshare zum Download.

Lets RHoK!

Weitere Informationen:

Auf der Event Homepage www.rhok.org finden sich weitere Informationen rund um das Event selbst, die globale Eventseite ist: http://www.rhok.org/event/rhok-global-december-2011, unsere Unterseite für Berlin ist http://www.rhok.org/event/berlin-germany .

Die aktuellen Problemstellungen finden sich unter http://www.rhok.org/problems, sie werden laufend ergänzt. Es gibt darüber hinaus lokale Problemstellungen aus der Region.

Einige in früheren RHoKs entwickelte Anwendungen finden sich hier: http://wiki.rhok.org/RHoK_2.0_featured_hacks. Erfolgsbericht zu einer RHoK App, die im Dezember 2010 in Berlin für Caritas entwickelt wurde: http://www.rhok.org/blog/hack-caritas-germany-mapping-app.

Fotos von früheren Events kann man unter: http://www.flickr.com/photos/randomhacks/ (international) und unter: http://www.flickr.com/photos/rhokberlin/  (Berlin 2010/2011) anschauen.

weltweite Presseberichte vom letzten RHoK: http://www.rhok.org/media (für einen deutschen Überblick ist der oben verlinkte Mediareport besser geeignet).

RHoK auf Twitter: www.twitter.com/RandomHacks, oder www.twitter.com/RHoKBerlin,  Hashtag: #rhok und #rhokBln.

Ansprechpartner:

für Sponsoren: Anke Domscheit-Berg (anke@rhok.de) oder  Philipp Raschdorf  (philipp@berlin.rhok.de )

für Problemstatements:  Florian Reisch (florian@rhok.de)

für Medien: Anke Domscheit-Berg (anke@rhok.de)

für Gesamtkoordination und sonstige Fragen: Shamim Rafat ( shamim@berlin.rhok.de)

HINWEIS: dieser Artikel wurde am 22.11.2011 aktualisiert (u.a. Emailkontakte, Preise, Partner und Sponsoren)

Eingereicht von auf 3. November 2011Kein Kommentar | 4.241 Aufrufe

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