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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 10.991 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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Open Government Camp 2011 – ein persönliches Fazit


Das Open Government Camp 2011 ist vorbei, wieder mit mehr als vollem Haus. Sowohl die Vorabend-Veranstaltung in der bayerischen Landvertretung als auch der eigentliche BarCamp Tag am Freitag im Haus der Bertelsmann Stiftung Unter den Linden haben eine Menge neue Kontakte, Informationen und Ideen gebracht.  Eine Nacht drüber geschlafen – was hat mich persönlich am meisten beeindruckt, was waren die Highlights für mich?

Vom Abend bei den Bayern sind drei Dinge hängen geblieben.

Bierkeller der Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund

Es war eine gute Idee, diesmal gleich eher informell zu starten. Kommunikative Bierkeller-Atmosphäre, nur kurze Begrüßungs-Statements, ein lässiges Stammtisch-Gespräch… Kongress-Sterilität und Formelles hatten da von Beginn an keine Chance.

Wirklich überrascht hat mich Dr. Herbert Zinell, der aktuell den Vorsitz des IT-Planungsrates (Bund/Länder) inne hat. Man merkte deutlich seinen Erfahrungshintergrund aus der kommunalen Praxis als ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Schramberg. „Der Bürger“ ist für ihn offensichtlich kein unbekanntes Fabelwesen und deshalb ist sein klares, deutliches Bekenntnis zu Open Government um so glaubwürdiger.  Er hält das Thema wohl nicht nur für wichtig, er scheint sogar Spaß daran zu haben.

Toll fand ich auch, dass trotz zeitlich völlig aus dem Ruder gelaufener Bundestagssitzung  etwas verspätet doch noch Dorothee Bär von der CSU und Manuel Höferlin von der FDP dazu gestoßen sind. Beide auch voll im Thema und mit Herzblut und Kompetenz dabei.

Tja, und dann der BarCamp Tag gestern… hier habe ich gleich vier persönliche Highlights.

Brigitta Jònsdòttir

Klar, zuerst natürlich die Rede von Brigitta Jónsdóttir… tu felix islandia… die Krise als große Chance einer Neuerfindung der isländischen Demokratie… eine neue Verfassung, die partizipativ erarbeitet wird… Bürgerbeteiligungen bereits im legislativen Prozess…

 

 

 

Session Apps für Deutschland

Einen starken Eindruck hat bei mir das Bild hinterlassen, als Uta Dauke mit Daniel Dietrich und Friedrich Lindenberg auf der Bühne ihre gemeinsame Session vorgestellt haben. Es war gar nicht so sehr das Thema, sondern das Line-Up: Da steht die Referatsleiterin „Grundsatzangelegenheit“ der Abteilung „Verwaltungsmodernisierung/ Verwaltungsorganisation“ des Bundesministeriums des Innern zusammen mit zwei völlig unkonventionellen, jungen Vertretern der Zivilgesellschaft und bieten eine gemeinsame Session auf einem BarCamp an?!?! Wenn ein beginnender Mentalitätswandel in der Verwaltung erkennbar wird, dann wohl so… Die eigentliche Session war dann auch richtig locker und gut, (nahezu) spontan ist Berlin dem geplanten Apps für Deutschland Wettbewerb beigetreten und das Projekt API.LEIPZIG und die Fachstelle für internationale Jugendarbeit (ijab) werden auch mitwirken.

Session ePartizipation für JugendlicheSehr wichtig fand ich dann auch die Session von Jürgen Ertelt von der ijab zum Thema ePartizipation für Jugendliche. Bei Open Data Apps, Kollaborations- und Partizipationsangeboten müssen wir auch und vielleicht gerade an diese Zielgruppe denken und sie abholen. Und – warum nicht auch mehr Jugendliche in das BarCamp Format einbinden? Das habe ich mir bereits fest vorgenommen – für das OpenGovernmentCamp 2011 werden wir versuchen, einen oder mehrere Sozialkunde- oder Politikkurse von Berliner Schulen einzuladen.

Und als letzter Punkt: Wenn eine Veranstaltung wie das BarCamp damit endet, dass die Teilnehmer sich einen weiteren Tag für noch mehr Sessions wünschen, dann spricht das sowohl für ein sehr erfolgreiches OpenGovernmentCamp 2011 als auch für die hohe Relevanz von Open Government und Open Data.

Open Government Camp 2012: here we come

Eingereicht von auf 1. Oktober 20112 Kommentare | 9.370 Aufrufe

2 Kommentare »

  • Norbert Jesse sagt:

    nachfrage: wer sind die teilnehmer, also: herkunft, funktionen, motivation u.ä. (natürlich grob über den daumen geschätzt).

  • Thomas Langkabel sagt:

    @NorbertJesse:
    Teilnehmer waren sehr gemischt, hab die Liste grade nochmal durch gesehen:
    Bundes-/Landesministerien, Staatskanzleien, Kommunen, Landkreise, kommunale Dienstleister, Kommunalverbände, IHKn,(MitarbeiterInnen von) Landtags- und Bundestagsabgeordneten, diverse gemeinnützige Vereine und zivilgesellschaftliche Institutionen, „Internet-Aktivisten“, klassische Presse, Online-Journalisten, Verbände, mittelständische und große IT-Unternehmen, Universitäts- und Forschungsinstitute… und ich hab‘ jetzt bestimmt noch ein paar Gruppen in der Liste übersehen.
    Grade diese Mischung macht den Charakter des BarCamps auch aus, das macht die Gespräche facettenreich und gibt neue Denkimpulse.

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