Open Data@Hamburg: Arbeiten am Brückenschlag
Berlin, Bremen, München – Hamburg? Diese Kette der Aktivitäten bei Open Government und Open Data lässt sich zwar noch nicht so einfach fortsetzen. Ende August haben das Open Data Network e. V. und das Government 2.0 Netzwerk Deutschland im betahaus Hamburg zu einem Open Data-Abend eingeladen. Wir wollten mit potenziellen Mitstreitern unterschiedlicher Disziplinen eruieren, wie die Perspektiven für Open-Strategien an Elbe und Alster sind. Zudem haben wir Gäste aus Berlin und Bremen gebeten, über gute Beispiele und Möglichkeiten der Umsetzung von Open Data in der Verwaltung zu berichten.
Friedrich Lindenberg von der Open Knowledge Foundation zeigte anhand praktischer Beispiele wie immer prägnant, welchen Nutzen offene (und visualisierte) Daten haben können: von Tools zum Müll-Management“ („Wann wird in meinem Kiez der Müll geholt?“) über die Fluglärmkarte des neuen Berliner Großflughafens bis zu einer Anwendung, mit der man Bauvorhaben in der Nachbarschaft recherchieren kann.
Claas Hanken, ehemaliger Mitarbeiter des Instituts für Informationsmanagement Bremen GmbH (ifib), wiederum berichtet über den Bremer Weg bei Open Data: die Weiterentwicklung der Informationsfreiheit hin zu einer proaktiven Bereitstellung von Informationen. Das ifib hat Bremen bei der Novellierung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) und der Implementierung einer Open Government Data-Strategie wissenschaftlich begleitet. Bremen bietet als bislang einziges Bundesland ein Register für amtliche Informationen an, verankert im IFG. Erste Open Data-Kandidaten stehen fest, u. a. Informationen zur Barrierefreiheit in der Stadt, zu Kindergärten und Schulen oder zum Haushalt.
Jeder potenzielle Open Data-Kandidat muss seine Strategie finden, um das Thema und die vielen Teilaspekte praktisch anzupacken. Der Blick über den eigenen Tellerrand lohnt sich aber. Viele offene Fragen zu Open Data warten noch auf Antworten, es gibt also noch viel zu tun. Übrigens nicht nur in Hamburg. Die Impulse aus Berlin und Bremen sowie die Diskussion an diesem Abend waren deshalb ein erster Aufschlag, um an Szenarien für Open Data@Hamburg gemeinsam, übergreifend und pragmatisch zu arbeiten. Schritt für Schritt. Gemeinsam, das heißt übrigens auch im Brückenschlag zwischen Community und Verwaltung. Denn ohne die Verwaltung und den für Open Government / Open Data notwendigen Kulturwandel wird es nicht gehen.
Das wird nicht der letzte Open Data-Abend in Hamburg gewesen sein.















In der WELT vom 19.11. habe ich über ein beabsichtigtes Volksbegehren gelesen.
Wo kann ich mich eintragen?
Informationen zur Volksinitiative “Transparenz schafft Vertrauen” finden sich hier: http://www.hamburger-transparenzgesetz.de/