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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 10.933 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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Online-Barcamp Effizienter Staat / Top sechs Vorschläge stehen fest


Online-Barcamp Effizienter Staat / Top sechs Vorschläge stehen fest

Deine Idee für einen offenen Staat – seit Montag stehen die sechs Vorschläge, die es in unsere beiden Sessions geschafft haben, fest. Einen Glückwunsch an die Sieger und ein herzlicher Dank an alle, die Vorschläge eingereicht und sich an der Abstimmung beteiligt haben! Das Rennen machten Einreichungen mit dem Schwerpunkt Jugend und Kommunikation von Open Government.

Nun richten wir den Blick in Richtung Kongress: Wie bereits berichtet organisieren wir, das Government 2.0 Netzwerk Deutschland, zwei Sessions des Effizienter Staat (15. Mai 2013 im dbb-Forum in Berlin-Mitte in der Zeit von 11.15 bis 12.45 Uhr und 16.30 bis 18 Uhr). Entsprechend der inhaltlichen Schwerpunkte haben wir die Vorschläge auf beide Termine verteilt. Hier die Gewinner und die Themen der beiden Sessions:

Session 1: 15. Mai, 11.15 – 12.45 h (Moderation Annette Denove, Government 2.0 Netzwerk)

Bedingungen für gelingende ePartizipation Jugendlicher
von Jürgen Ertelt
open government – Entwicklungen heute erreichen erst morgen ihre Adressaten. Die erwachsenen Bürger von morgen sind die Jugendlichen von heute. Daher ist es heute unerlässlich, die nachwachsende Generation stets in Konzeptionen einer offenen Verwaltung und in Bürgerbeteiligungsverfahren mitzudenken. Damit Beteiligung gelingen kann, muss sich Beteiligungskultur entwickeln. Dazu brauchen wir jetzt wirksame Erprobungs- und Bildungofferten für junge Menschen damit Partizipation online auch morgen erfolgreich stattfinden kann und Strukturen sprichwörtlich mitwachsen können. Gemeinsam müssen wir Generationen bezogene Orientierungslinien für ePartizipation entwerfen. Die Session knüpft an bereits angefangene Arbeiten des Projektes > youthpart – Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft < an und stellt Merkmale und Thesen zur Diskussion.

Online-Partizipation für Bildungsferne Jugendliche
von Erik Flügge
Die Achilles-Ferse der Jugendpartizipation sind die „bildungsfernen“ oder „von Bildung fern gehaltenen“ Jugendlichen. Nur selten werden sie erreicht. Wir haben uns das Ziel gesetzt, dass wir ePartizipation nutzen möchten, um genau diesen Jugendlichen eine Stimme zu geben. Seit rund einem Jahr gelingt uns das in zunehmend mehr Städten und Gemeinden in Deutschland. Wir lassen „bildungsferne“ Jugendliche online Architektur von millionenschweren städtischen Bauvorhaben gestalten. Wir diskutieren über Alkoholverbote, Polizeimaßnahmen und Partyvorhaben. Wir erklären kommunale Politik und hunderte Jugendliche diskutieren mit. Mit harter Sprache von der Straße, aber dafür auch ganz echt und direkt. Wie und warum das klappt? – Das erklären wir euch gerne in der Session!

Öffnung der Kommunen durch gemeinschaftliche Verwaltung – Eltern werden integriert
von Anke Odrig
Können Sie sich vorstellen, dass mit Hilfe eines softwaregestützten Verfahrens das ganze Anmelde- und Vergabeverfahren für einen Kinderbetreuungsplatz in Zukunft online abgebildet wird und somit alle Akteure miteinander verknüpft, die Kommunen, die suchenden Eltern und die Betreuungsanbieter? Ist es möglich sowohl die Rechte und Wünsche der Eltern zu berücksichtigen aber auch im Hinblick des kommenden Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz die Kommunen in die Lage zu versetzen, alle relevanten Prozesse und Vorgänge rechtssicher zu dokumentieren? Auch wir als LITTLE BIRD GmbH können keine Betreuungsplätze ad hoc zur Verfügung stellen, aber wir können helfen, Transparenz zu schaffen, rechtssicher zu dokumentieren und genaue und vor allem frühzeitige Bedarfszahlen zu ermitteln. In der Session möchten wir gemeinsam mit einem kommunalen Partner unsere Lösungvorstellen und Ihre Fragen diskutieren.

Session 2: 15. Mai, 16.30 – 18.00 h (Moderation Christian Lorenz, Government 2.0 Netzwerk)

Kommunen bei Facebook – sinnvolle Serviceleistung oder überflüssiger Unfug?
von Christian Hoffmann
Die Session wird sich mit der Frage beschäftigen, ob Städte und Gemeinden mit einer offiziellen Präsenz speziell bei Facebook vertreten sein sollten. Es soll darüber diskutiert werden, ob und wenn ja, welchen Mehrwert ein Auftritt bei Facebook haben kann. Kann sich die öffentliche Verwaltung diesem Thema überhaupt entziehen oder muss man nicht vielmehr einsehen, dass auch ohne offizielle Präsenz in einem sozialen Netzwerk über die Stadt gesprochen wird. Ist es dann nicht sinnvoller, die Diskussionen aktiv mitzugestalten? Auch sollen in der Session Hinweise gegeben werden, welche Faktoren eine erfolgreiche Facebook-Präsenz beeinflussen und welche organisatorischen Maßnahmen dafür erforderlich sind. Schließlich wird auch ein Überblick über die wichtigsten rechtlichen Fragen gegeben.

Offene Schnittstellen in der Kommunikation Staat – Bürger: Open Government / Open Data Baukasten für die Kommune
von Florian Apel-Soetebeer und David Roos
Basierend auf dem Factsheet „Offene Schnittstellen in der Kommunikation zwischen Bürger und Staat“ soll auf dem Effizienten Staat die Praktikabilität einer weitergehenden Öffnung kommunaler Verwaltungsverfahren für die Öffentlichkeit unter geltendem Recht sowie etwaiger Anpassungsbedarf auf gesetzlicher Ebene aus (kommunaler) Sicht diskutiert werden. Einer der Mitautoren der Studie, Dr. Sönke E. Schulz vom Lorenz-von-Stein Institut für Verwaltungswissenschaften, wird das im Auftrag des Ohu Open Government (Internet & Gesellschaft Collaboratory) erarbeitete Kurzgutachten vorstellen. Dabei geht es vor allem auch um die Frage, wie die Verwaltung selbst aktiv im Sinne des Open Government informieren kann (Open Data) um so eine Grundlage für Kommunikation und Dialog mit der Zivilgesellschaft (Partizipation) zu schaffen. Ausgehend vom Factsheet soll ein “Baukasten” für die Umsetzung von Open Government und Open Data („rechtliche Rahmenbedingungen, organisatorische Rahmenbedingungen, technische Rahmenbedingungen“) diskutiert und erarbeitet werden. Die Veranstaltung versteht sich dabei als Kick-Off für einen längerfristigen Prozess mit dem Ziel eine Plattform zum Wissensaustausch zwischen Community und Verwaltung aufzubauen

Warum die Open Government Partnership (OGP) Deutschland braucht und noch viel mehr Deutschland die OGP
von Christian Heise

Gerade unser Staatsapparat braucht dringend Reform – die Zivilgesellschaft drängt seit Jahren auf mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und gemeinschaftliche Problemlösung. Der Start der internationalen Open Government Partnership (OGP) vor einigen Jahren schürte die Hoffnung, dass auch Deutschland sich im Verbund mit anderen Demokratien gemeinsam Gedanken um ein offeneres Miteinander zwischen Institutionen und Individuen macht, um unsere Wirtschaft, Gesellschaft und das politische System zu stärken. Bis Dato lehnt unsere Regierung jedoch einen Beitritt zur OGP ab, der schon knapp 60 Länder, darunter viele EU Mitgliedsstaaten angehören. Dabei braucht die OGP Deutschland: Als viertgrößte Wirtschaftskraft der Welt hat ein Beitritt Deutschlands eine starke Wirkung insbesondere für den weiteren Ausbau dieser internationalen Partnerschaft. Nur ein Beitritt Deutschlands wird auch unsere Nachbarländer zum Beitritt bewegen, und Nur gemeinsam können wir eine zentraleuropäische Perspektive zum Thema Open Government entwickeln. Wir haben viel beizutragen, an Erfahrungen und Kompetenzen. Gleichzeitig kann Deutschland jedoch enorm von der OGP nur profitieren.

Jetzt heißt es: Mitmachen und Mitdiskutieren auf dem Effizienten Staat (15. bis 16. Mai 2013 in Berlin-Mitte, zur Anmeldung hier). Wir freuen uns auf Euch!

Eingereicht von auf 17. April 2013Kein Kommentar | 20.251 Aufrufe

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