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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 12.365 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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Kurz vorgestellt: Die Teilnehmer am Stammtischgespräch „Von Government 2.0 zu Open Government“


Dank eines hochkarätig besetzten Podiums erwarten wir am Abend des 29. September 2011 eine weit über das Niveau üblicher Stammtischgespräche hinausgehende Diskussion: Teilnehmen werden die Netzpolitiker und Mitglieder des Bundestages Dorothee Bär und Konstantin von Notz, der Vorsitzende des IT-Planungsrats und Amtschef des Innenministeriums Baden-Württemberg Herbert Zinell, der im Land Bremen für Neue Medien zuständige Referatsleiter Martin Hagen sowie der Unternehmer Philipp Kandal (skobbler).

Dorothee BärMdB Dorothee Bär (CSU)

„Je besser man sich mit dem Internet auskennt, desto weniger kann man schwarz-weiß malen und desto besser kann man auch die Chancen erkennen und nicht immer nur die Risiken sehen“, sagt Dorothee Bär (CSU) in einem Interview mit Politik-Digital.

Als Leiterin des CSU-Netzrates sieht sie Netzpolitik bis heute jedoch als weitgehend weißen Fleck in der deutschen Parteienlandschaft. Ihre Partei soll hier die Vorreiterrolle übernehmen, wie sie im Positionspapier zur Netzpolitik der CSU schreibt. Dort heisst es weiter: „…auch der Staat profitiert vom Internet. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten (…) machen E-Government zum Motor der Verwaltungsmodernisierung. Der Interneteinsatz führt zur Flexibilisierung der Kontakte zwischen Bürgern und Behörden, Beschleunigung der Verwaltungsvorgänge, Zeitersparnis und Ressourcenschonung“.

Im Unterausschuss Neue Medien befasst sich die 1978 geborene Politologin und Journalistin mit technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten des Internets. Dorothee Bär ist seit 2002 Mitglied des Bundestages, seit Februar 2009 ist sie stellvertretende Generalsekretärin der CSU und leitet den CSU-Netzrat. Dorothee Bär ist seit 2006 verheiratet und Mutter zweier Töchter. Sie ist vertreten bei Facebook, meinVZ, Twitter und XING.

MdB Konstantin von Notz (B90/Die Grünen)

Ebenfalls im Unterausschuss Neue Medien ist Konstantin von Notz (Die Grünen), Rechtsanwalt und seit der Bundestagswahl 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“. Konstantin von Notz sieht in der Netzpolitik ein wichtiges Aufgabenfeld für die grüne Politik in den kommenden Jahren um Freiheit, Gerechtigkeit und Bürgerrechte auch und gerade in der digitalen Welt zu stärken.

In seinem Gastbeitrag in unserem Blog „Raus aus der Betaphase! Offenes Regieren und Verwalten in Deutschland“ propagiert von Notz: „Jede staatliche Institution sollte sich Gedanken darüber machen, auf welchen Wegen sie die Bürgerinnen und Bürger am besten erreichen und dementsprechend handeln kann“.

Unter dem Schlagwort „Informationsfreiheit 2.0 “ will seine Partei ein modernes Open-Data-Konzept für eine proaktive Informationspolitik des Staates über das Internet entwickeln und fordert unter anderem ein öffentliches Dokumentenregister im Internet.

Konstantin von Notz ist 1971 in Mölln geboren und vertreten bei Twitter, Facebook und XING.

Herbert Zinell

Herbert Zinell (Innenministerium Baden-Württemberg)

Herbert Zinell hat als Amstchef des Innenministerium Baden-Württemberg die gesamte Innenverwaltung des Landes Baden-Württemberg mit circa 40.000 Beamten und Tarifbeschäftigten in seiner Zuständigkeit. Die Leitlinie seiner Behörde lautet: „bürgernah und kundenorientiert“.

Als Beispiel zur Umsetzung dieses Leitgedankens wird Herbert Zinell sicher das Interneportal www.service-bw.de ansprechen. Es wird durch das Innenministerium Baden-Württemberg betreut und weiterentwickelt und gilt als das deutschlandweit erste Portal, das von Land und Kommunen gemeinsam aufgebaut wurde, um den Zugang zu Behörden zu erleichtern und wesentliche Informationen über öffentliche Stellen und Behörden, Ansprechpartner und Dienstleistungen des Landes Baden-Württemberg zu bündeln.

Martin HagenDr. Martin Hagen (Referat für Neue Medien und E-Government, Senator für Finanzen, Bremen

Ähnliche Wege wie Baden-Württemberg beschreitet auch Bremen mit dem Bremer Informationsregister: Anstatt auf Fragen von Bremer Bürgern zu warten, werden in diesem Portal beschlossene Senatsvorlagen, bremische Gesetze, Rechtsverordnungen, Verwaltungsvorschriften und vieles mehr eingestellt.

Interessierte können in diesem Online-Portal nach Informationen und Dokumenten aus der bremischen Verwaltung suchen, den für ihr Anliegen zuständigen Mitarbeiter finden und auch online einen individuellen Antrag auf Informationszugang stellen.

Der für Neue Medien in Bremen zuständige Referatsleiter und gebürtige Berliner Martin Hagen (Die Grünen) ist bereits seit langem im Themenbereich moderne Verwaltung unterwegs und verfolgt den Stand der Diskussion nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA.

Er stellt fest: „Das Internet hat in den USA eine Debatte über die Zukunft des politischen Systems initiiert. Vordergründig geht es dabei um digitale Zugänge zu Parlamentsinformationen, virtuelle Town-Halls oder gar Abstimmungen per Mausklick. Dahinter verbergen sich jedoch differenzierte Ansätze, die die Möglichkeiten politischer Kommunikation und politischer Beteiligung in modernen Demokratien problematisieren. (Diese) faszinierende Diskussion wurde bis jetzt in Deutschland nur verkürzt und unvollständig rezipiert“.

Martin Hagen wurde 1970 geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Philipp Kandal (skobbler)

Philipp Kandal hat 2008 gemeinsam mit Oliver Kühn, Peter Scheufen und Marcus Thielking das Unternehmen skobbler gegründet. Skobbler entwickelt Apps, die auf der OpenStreetMap basieren. Das Projekt OpenStreetMap stellt kostenfreie geographische Daten wie z.B. Straßenkarten zur Verfügung, die keinen rechtlichen oder technischen Beschränkungen für ihre weitere Verwendung unterliegen.

Mit Hilfe dieser Daten bietet die App eine Wegbeschreibung für Autofahrer und Fussgänger an. Ergänzt werden die Daten über eine Such- und Bewertungs-Communityplattform, über die Nutzer nach Kinos, Geschäften oder Cafés suchen oder selbst Locations einstellen und bewerten können.

Wir glauben, es wird ein spannendes Panel am Vorabend unseres Barcamps und Ihr seid natürlich herzlich eingeladen am 29. September ab 18.30 Uhr in der Bayerische Vertretung in Berlin mit zu diskutieren und Stammtischreden zu schwingen!

Eingereicht von auf 5. September 2011Kein Kommentar | 9.037 Aufrufe

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