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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 10.517 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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ISPRAT-Whitepaper zu Open Government


Ein interdisziplinäres Autorenteam skizziert in dem Papier Voraussetzungen des Open Government. Anhand der Beispiele der Bereitstellung von Behördendaten (Open Data) und des Einsatzes sozialer Netzwerke im öffentlichen Sektor werden einige organisatorisch-technische und rechtliche Aspekte untersucht.

Die Charakteristika der öffentlichen Verwaltung, wie z.B. Regelgebundenheit, Zuständigkeitsprinzip und Nachprüfbarkeit der Handlungen, führen dabei zu eigenen Herausforderungen bei der Realisierung der Potentiale sozialer Medien und damit verbundener kulturspezifischer Ansätze.

Der wahre Nutzen von Open Government wird sich erst im Zusammenwirken des gesamten Netzwerks entfalten. Beispielsweise kann einerseits die Öffnung staatlicher Daten- und Informationsbestände („Open Data“), wenn sie richtig geschieht, ein Innovationstreiber für die Wirtschaft sein, die mit diesen Daten neue Geschäftsmodelle entwickeln kann, und so auch den Weg zu Einsparungspotenzialen in der Verwaltung weisen; andererseits können soziale Netzwerke die Kommunikation vereinfachen und damit die Arbeit der Verwaltung in wesentlichen Aspekten positiv beeinflussen.

Im Schwerpunkt Open Data werden zusätzlich die wirtschaftlichen Aspekte der Datenbereitstellung diskutiert (siehe dazu auch hier im Blog). Bringt eine in vielen Fällen kostenlose Nutzung staatlicher Datensätze gesamtwirtschaftlich die größten Vorteile oder ist es besser, hierüber gewisse Einnahmen zu erzielen? Die rechtliche Betrachtung ist entlang der bekannten Open Data-Prinzipien gegliedert.

Im zweiten Schwerpunkt des Papiers wird den Fragen, welche Plattformen sich nutzen lassen, um mit sozialen Netzwerken in öffentlichen Einrichtungen zu arbeiten, und welche Vor- und Nachteile damit jeweils verbunden sind, nachgegangen.

Neben dem Aufzeigen realistischer Möglichkeiten und Grenzen des Open Government werden als wichtige zukünftige Schritte die Konkretisierung der Open Data-Prinzipien für die hiesige Verwaltung, die Einbeziehung der politischen Ebene bei der Umsetzung von Open Government und die Fortentwicklung der Möglichkeiten zur Teilnahme der Zivilgesellschaft (Stichwort mehrfache digitale Spaltung) benannt.

Die Autoren des Papiers (PDF) sind Dr. Dirk Graudenz und Barbara Krug (ISPRAT e.V.); Christian Hoffmann, Dr. Sönke E. Schulz und Thomas Warnecke (Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) sowie Jens Klessmann (Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme und Government 2.0 Netzwerk). Matthias Kammer, Vorstandsvorsitzender von ISPRAT, ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Innovative IT-Angebote des Staates“ (AG 3) des IT-Gipfels.

Eingereicht von auf 9. Dezember 2010Kein Kommentar | 4.115 Aufrufe

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