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	<title>Government 2.0 Netzwerk Deutschland</title>
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	<description>Open Government in Deutschland</description>
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		<title>Veranstaltung: Die Zukunft der Bürgerbeteiligung</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 05:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antje Matten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stiftung Mitarbeit lädt vom 24. bis zum 26. September zu einem Forum für Bürgerbeteiligung und kommunale Demokratie ein. Das Forum will eine Zwischenbilanz ziehen und hinterfragen, wie es um die kommunale  Bürgerbeteiligung in Deutschland derzeit steht. Wo befinden sich  Hindernisse, wo Fallstricke und Selbstblockaden? Worin liegt aber auch  die originäre Kraft der Bürgerbeteiligung, die Chancen eröffnet,  Gesellschaft und Zukunft zu gestalten?
Die Veranstaltung richtet sich an Teilnehmer aus Bürgergesellschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft, die eine bürgernahe, kommunale Demokratie mit gestalten wollen. Sie wird  zum ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stiftung Mitarbeit lädt vom 24. bis zum 26. September zu einem Forum für Bürgerbeteiligung und kommunale Demokratie ein. Das Forum will eine Zwischenbilanz ziehen und hinterfragen, wie es um die kommunale  Bürgerbeteiligung in Deutschland derzeit steht. Wo befinden sich  Hindernisse, wo Fallstricke und Selbstblockaden? Worin liegt aber auch  die originäre Kraft der Bürgerbeteiligung, die Chancen eröffnet,  Gesellschaft und Zukunft zu gestalten?</p>
<p>Die Veranstaltung richtet sich an Teilnehmer aus Bürgergesellschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft, die eine bürgernahe, kommunale Demokratie mit gestalten wollen. Sie wird  zum 15. Mal von der Evangelischen Akademie Loccum und der Stiftung MITARBEIT  veranstaltet.</p>
<p><a href="http://www.mitarbeit.de/uploads/media/Programm_Tagung_Zukunft_Buergerbeteiligung_Sept2010.pdf">Flyer</a></p>
 
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</ul>

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		<title>Bundesregierung will Open Government</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 06:02:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Klessmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In ihrem, Mitte der Woche herausgegebenen, Modernisierungsprogramm &#8220;Vernetzte und transparente Verwaltung&#8221; setzt die Regierungskoalition auch auf Open Government. In dem neuen Programm werden zuerst kurz die Rahmenbedingungen für die künftige Arbeit der öffentlichen Verwaltung beschrieben. Dabei wird festgestellt:
&#8220;Internet und Web 2.0 schaffen eine bislang nicht gekannte Transparenz und vielfältige Interaktionsmöglichkeiten. Wenn das Ziel gilt, Dialog und Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bürgerinnen, Bürgern sowie Unternehmen grundlegend zu verbessern, dann muss Verwaltung ihre Aufgabenerfüllung in einer komplexer werdenden Welt konsequent an den steigenden Anforderungen ausrichten. Um das Miteinander zu stärken, öffentliches Vertrauen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In ihrem, Mitte der Woche herausgegebenen, Modernisierungsprogramm &#8220;<a href="http://www.verwaltung-innovativ.de/nn_684508/DE/Presse/PM/PresseArchiv/2010/20100818__bundesregierung__beschlie_C3_9Ft__modernisierungsprogramm.html">Vernetzte und transparente Verwaltung</a>&#8221; setzt die Regierungskoalition auch auf Open Government. In dem neuen Programm werden zuerst kurz die Rahmenbedingungen für die künftige Arbeit der öffentlichen Verwaltung beschrieben. Dabei wird festgestellt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Internet und Web 2.0 schaffen eine bislang nicht gekannte Transparenz und vielfältige Interaktionsmöglichkeiten. Wenn das Ziel gilt, Dialog und Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bürgerinnen, Bürgern sowie Unternehmen grundlegend zu verbessern, dann muss Verwaltung ihre Aufgabenerfüllung in einer komplexer werdenden Welt konsequent an den steigenden Anforderungen ausrichten. Um das Miteinander zu stärken, öffentliches Vertrauen zu schaffen und zu erhalten, ist Transparenz dort, wo sie zweckmäßig ist, anzustreben und Kooperation mit klarer Verantwortungszuordnung unerlässlich.&#8221;</p></blockquote>
<p>Einen Absatz weiter wird auf die Open Data- und Open Government-Initiativen der angelsächsischen Länder hingewiesen, diese diskutierten nicht nur über diese Ansätze, sondern öffnen &#8220;tatsächlich strukturiertes Wissen der Verwaltung für jedermann&#8221;.<span id="more-3071"></span></p>
<p>Es werden 20 unterschiedliche Modernisierungsprojekte benannt und kurz beschrieben. Eines davon nennt sich Open Government. In diesem Projekt soll über Transparenz das Pflichtbewusstsein der Bürger gestärkt, das Wissen der Gesellschaft in Entscheidungsprozesse eingebunden und die Effizienz der Verwaltung optimiert werden. Laut der Projektbeschreibung sind zur Umsetzung des Ansatzes neben mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung eine sichere IT-Landschaft notwendig. Die Verwaltung soll &#8220;soweit rechtlich möglich und zweckmäßig – umfassende Informationen zu ihren Leistungen, vorgesehenen Zielen oder Daten, die sie erhebt oder aufbereitet&#8221; veröffentlichen. Dabei wird die kommerzielle Nutzbarmachung der Verwaltungsinformationen durch ein Gebührensystem unterstützt. Als strategisches Ziel wird im Programm genannt, bis 2013 eine gemeinsame Bund-Länder-Strategie für ein offenes Regierungshandeln zu erarbeiten und umzusetzen. Vorgesehen sind ein bis zwei Pilotvorhaben in den Bereichen Statistik und Geoinformationen.</p>
<p>Open Government hat es also in das Regierungsprogramm geschafft und das sogar relativ prominent! Das ist gut und richtig. Gleichzeitig wird der Ansatz lediglich in einem von vielen Projekten verfolgt und nicht als ein Querschnittsziel aufgefasst, dass eine Grundlage für die weiteren beschriebenen Projekte darstellt. So besteht die Gefahr, die Öffnung der Verwaltung auf wenige Bereiche zu beschränken, in denen z.B. ohnehin schon Daten veröffentlicht werden, wie behördliche Statistiken. Sinnvoller erscheint mir, Open Government über viele kleine Projekte zu verfolgen um so die Potentiale und Risiken von mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Sektors besser kennenzulernen.</p>
 
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</ul>

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		<title>PEP-NET lädt zum E-Participation Summit nach Hamburg ein</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 15:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antje Matten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 23. September 2010 lädt Europas Netzwerk für ePartizipation PEP-NET &#8211; Pan European eParticipation Network &#8211; zu einem internationalen „E-Partizipationsgipfel“ in die historische Speicherstadt der Freien und Hansestadt Hamburg ein. Im Mittelpunkt der von Richard Wilson, dem Begründer von Involve  and izwe, moderierten eintägigen Veranstaltung steht das Thema  Online-Bürgerbeteiligung -  also E-Partizipation.
Inhaltlich sollen  insbesondere folgende Punkte beleutet werden:

 E-Partizipation in Europa: strategische Ziele vs. Umsetzung
 Die Zukunft der E-Partizipation: regional, national und international
Vorzeigeprojekte der E-Partizipation: Berichte aus dem Praxisfeld

Die Tagung ist auf die Bedürfnisse von Vertretern aus  ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>2</strong><strong>3. September 2010</strong> lädt Europas Netzwerk für ePartizipation <strong>PEP-NET</strong> &#8211; Pan European eParticipation Network &#8211; zu einem internationalen <strong>„E-Partizipationsgipfel“</strong> in die historische Speicherstadt der Freien und Hansestadt <strong>Hamburg</strong> ein. Im Mittelpunkt der von Richard Wilson, dem Begründer von Involve  and izwe, moderierten eintägigen Veranstaltung steht das Thema  Online-Bürgerbeteiligung -  also E-Partizipation.</p>
<p>Inhaltlich sollen  insbesondere folgende Punkte beleutet werden:</p>
<ul>
<li> E-Partizipation in Europa: strategische Ziele vs. Umsetzung</li>
<li> Die Zukunft der E-Partizipation: regional, national und international</li>
<li>Vorzeigeprojekte der E-Partizipation: Berichte aus dem Praxisfeld</li>
</ul>
<p>Die Tagung ist auf die Bedürfnisse von Vertretern aus  Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgerorganisationen ausgerichtet.<span id="more-3064"></span></p>
<blockquote><p>Das europäische Netzwerk für ePartizipation PEP-NET (Pan European eParticipation Network) wird erwachsen, sagt Rolf Lührs, TuTech Innovation GmbH und PEP-NET Koordinator. Während die Förderung durch die europäische Kommission nach zweieinhalb Jahren ausläuft, bereiten wir uns derzeit auf die Gründung einer NGO vor, um das Netzwerk auf eigene Füße zu stellen.</p></blockquote>
<p>Die auf ca. 100 Teilnehmende begrenzte Veranstaltung hat einiges zu bieten. Aus dem Programm:</p>
<p><a href="http://pep-net.eu/blog/2010/08/05/pep-net-summit-keynote-speaker-dr-thanassis-chrissafis/">Thanassis Chrissafis</a> wird über die Stärken und Schwächen der bisherigen Förderpolitik der EU-Kommission sprechen und ein Ausblick auf künftige Fördermöglichkeiten geben. Aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet Noella Edelmann (Universität Krems) den derzeitigen Stand der E-Partizipation in Europa.</p>
<p><a href="http://pep-net.eu/blog/2010/08/06/pep-net-summit-keynote-speaker-anke-domscheit-berg/">Anke Domscheit-Berg</a> (Microsoft) berichtet über den aktuellen Stand von E-Partizipation, Gov 2.0 und Open Data in Deutschland.</p>
<p><a href="http://pep-net.eu/blog/2010/08/10/pep-net-summit-keynote-speaker-paul-johnston/">Paul Johnston</a> (Cisco) spricht über Notwendigkeit und Chancen, E-Partizipation stärker in den politischen Entscheidungsprozess zu integrieren.</p>
<p>Neben den Vorträgen werden viele konkrete Projekte, Trends und Tools von den jeweils Verantwortlichen vorgestellt. Die Spannbreite reicht vom Bürgerhaushalt in Freiburg bis zu Opengov Projekten in Griechenland, von E-Petitionen in den Niederlanden bis zur Citizen Participation Week in Mittel und Osteuropa.</p>
<p>Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen. Wer sich außerdem für sichtbare Spuren interessiert, die E-Partizipationsprojekte in Hamburg hinterlassen haben, ist herzlich eingeladen, sich am Freitag an einem Rundgang mit anschließender Rathausführung zu beteiligen.</p>
<p>Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung aber erforderlich:<a href="http://pep-net.eu/pep-net-summit/"> http://pep-net.eu/pep-net-summit/</a></p>
 
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</ul>

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		<title>Government 2.0 Camp 2010: Verwaltung trifft Social Media</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 14:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antje Matten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 30. September und 1. Oktober 2010 gehen wir mit „Verwaltung trifft Social Media“ in die 2. Runde und laden Experten und Interssierte aus Politik, Verwaltung, NGOs, Wissenschaft und Wirtschaft herzlich zum Government 2.0 Camp 2010 nach Berlin ein. Unter dem Motto „Lernen aus der Praxis: Neuland Web 2.0“ wollen wir in diesem Jahr noch näher an die Praxis ran und dazu nicht nur deutsche und internationalen Best Practice Projekte, Ideen und Tools für Kommunen, Länder und Bund zeigen sondern auch konkrete Anwendungsideen mit Politik und Verwaltung entwickeln und diskutieren.Lernen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am <strong>30. September und 1. Oktober 2010 </strong>gehen wir mit <em>„Verwaltung trifft Social Media“</em> in die 2. Runde und laden Experten und Interssierte aus Politik, Verwaltung, NGOs, Wissenschaft und Wirtschaft herzlich zum Government 2.0 Camp 2010 nach Berlin ein. Unter dem Motto <strong>„Lernen aus der Praxis: Neuland Web 2.0“</strong> wollen wir in diesem Jahr noch näher an die Praxis ran und dazu nicht nur deutsche und internationalen Best Practice Projekte, Ideen und Tools für Kommunen, Länder und Bund zeigen sondern auch konkrete Anwendungsideen mit Politik und Verwaltung entwickeln und diskutieren.<span id="more-3034"></span><strong>Lernen aus der Praxis</strong><strong> </strong></p>
<p>Viele Verwaltungen betreten mit dem Einsatz von Web 2.0 Anwendungen absolutes Neuland. Nur einige Vorreiter sammeln bereits Erfahrungen mit Aktivitäten in sozialen Netzwerken, mit Weblogs oder Online-Bürgerhaushalten. Viele zögern noch. Der Einsatz sozialer Medien erfordert Übung und die richtige Strategie. Hier setzt das Government 2.0 Camp an und bietet Raum für den Erfahrungsaustausch und Fragen aller Art zum Social Media Einsatz: Welche Ressourcen und Prozesse sind notwendig? Welche Anwendungen sind geeignet? Wie kann man Teilnehmer gewinnen?&#8230;</p>
<h3><strong>Verwaltung trifft Social Media: Teil 2</strong></h3>
<p>Im letzten Jahr war das Government 2.0 Camp ein großes &#8220;Hallo-Sagen&#8221;, mit kennen lernen und &#8220;beschnuppern&#8221;. Wir haben Frischlinge und Experten, die gleichermaßen Politik und Verwaltung in Deutschland zu einer zeitgemäßen technikgestützten Kommunikation verhelfen wollen, erstmals gezielt zusammen gebracht.</p>
<p>In diesem Jahr wollen wir den nächsten Schritt machen. Wir wollen inhaltlich tiefer gehen. Dazu werden wir thematische Schwerpunkte setzen und auch die Sessions verlängern. Zu <strong>Open Government</strong>, <strong>Open Data</strong> aber auch <strong>Kommune und Web 2.0</strong> wird es in diesem Jahr wohl eine Menge Sessions geben.</p>
<h3><strong>Organisatorische Eckdaten</strong></h3>
<p>Das Government 2.0 Camp erstreckt sich in diesem Jahr über zwei Tage. Der 1. Tag ist als <strong>“Einsteigertag”</strong> konzipiert. Er bietet einerseits Einstiegsworkshops für verschiedene Themen wie Government 2.0, Open Government, Open Data oder E-Partizipation und anderseits Raum zum Kennenlernen, Networken und auch eigene Ideen zu diskutieren (à la Lightning Talks). Location für den 1. Tag ist die <strong>Bayerische Landesvertretung</strong> (Behrenstraße 21, 10117 Berlin). Los geht’s am Nachmittag gegen 14.00Uhr. Nach dem Abendessen gibt es viel Zeit für Gespräche und Networking.</p>
<p>Am 2. Tag gehts im gewohnten <strong>BarCamp</strong> Format weiter. Morgens wird klassisch mit der Sessionplanung gestartet. Als Location für Tag 2 stellt und die <strong>Bertelsmann Stiftung</strong> die Repräsentanz mit der prominenten Adresse „UdL1“ (Unter den Linden 1, 10117 Berlin) zur Verfügung. Los geht’s morgens gegen 9.00 Uhr.</p>
<h3><strong>Details und aktuelle Informationen<br />
</strong></h3>
<p>Details zu Programm und Organisation werden auf dem Camp Blog <a href="http://www.gov20camp.de">www.gov20camp.de</a> regelmäßig aktualisiert. Dort kann man auch Tickets bekommen und eigene Sessions vorschlagen. Aktuelle Infos gibt’s ansonsten auch per Twitter <a href="http://www.twitter.com/Gov20CampB">@Gov20CampB</a> und über <a href="http://www.facebook.com/gov20de">Facebook</a> .</p>
 
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		<title>Bürgersprechstunde per Skype</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 22:39:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anke Domscheit</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Internet bietet Mitarbeitern in der Verwaltung ebenso wie Abgeordneten viele Möglichkeiten, in einen direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu treten. Viele Politiker betreiben inzwischen Blogs &#8211; einzeln (Bsp. Henning Schürig, Grüne) oder gemeinsam (Bsp. FDP), sie twittern , vernetzen sich auf Facebook mit dem Volk  (Bsp. Manuela Schwesig,  SPD) und bestücken YouTube Kanäle (Bsp. die Linken).
Heute (05.08.2010) findet nun die offenbar deutschlandweit erste Bürgersprechstunde eines Bundestagsabgeordneten via skype statt.

 Dr. Frank Steffel ( eine Facebook Page hat er natürlich auch) MdB für die CDU aus Berlin Reinickendorf, wird sich von 14:00 bis ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet bietet Mitarbeitern in der Verwaltung ebenso wie Abgeordneten viele Möglichkeiten, in einen direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu treten. Viele Politiker betreiben inzwischen Blogs &#8211; einzeln (Bsp. <a title="Blog Henning Schürig, Grüne" href="http://www.henningschuerig.de/blog/" target="_blank"><strong>Henning Schürig</strong>, <strong>Grüne</strong></a>) oder gemeinsam (Bsp. <a title="social media FDP" href="http://fdpbundestagsfraktion.wordpress.com/" target="_blank"><strong>FDP</strong></a>), sie <a title="HP parteigeflüster" href="http://www.parteigeflüster.de" target="_blank"><strong>twittern</strong> </a>, vernetzen sich auf Facebook mit dem Volk  (Bsp. <a title="FB Manuela Schwesig" href="http://www.facebook.com/ManuelaSchwesig" target="_blank"><strong>Manuela Schwesig,</strong>  <strong>SPD</strong></a>) und bestücken YouTube Kanäle (Bsp. <strong><a title="YouTube Kanal der Linken" href="http://www.youtube.de/linksfraktion" target="_blank">die Linken</a>).</strong></p>
<p><strong>Heute (05.08.2010)</strong> findet nun die offenbar deutschlandweit erste Bürgersprechstunde eines Bundestagsabgeordneten via skype statt.<span id="more-3027"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3029" title="Skype Bürgersprechstunde Dr. Frank Steffel" src="http://www.gov20.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/2010-08-05-Skype-Steffel.png" alt="" width="466" height="267" /></p>
<p> <a title="HP Frank Steffel, CDU" href="http://www.frank-steffel.de/" target="_blank"><strong>Dr. Frank Steffel</strong> </a>( eine <a title="FB Dr. Frank Steffel" href="http://www.facebook.com/franksteffel" target="_blank"><strong>Facebook Page</strong> </a>hat er natürlich auch) MdB für die CDU aus Berlin Reinickendorf, wird sich von<strong> 14:00 bis 16:00 Uhr</strong> den Fragen der online affinen Bevölkerung stellen. Seine Bürgersprechstunde findet einmal monatlich statt, schon bisher hat er sie mal im Wahlkreisbüro und mal telefonisch durchgeführt – so erscheint es ihm nur natürlich, die Sprechstunde auch einmal auf ganz anderem Wege durchzuführen. Sein Pressesprecher, Johannes Eydinger, erklärt im Interview seine Argumentation sinngemäß wie folgt:</p>
<blockquote><p> „Wir möchten für Bürger die Hürden senken, mit ihrem Abgeordneten in Kontakt zu treten. Nicht jeder geht gern in ein Wahlkreisbüro. Viele Menschen erreichen wir heute auch nicht mehr mit Kleinanzeigen in Lokalzeitungen, die zu unserer Bürgersprechstunde einladen. Junge Menschen erreicht man am besten dort, wo sie sich viel aufhalten, und das ist im Internet. Wenn man sie ernst nimmt, muss man sie dort auch abholen„</p></blockquote>
<p>Wenn dieser erste Versuch erfolgreich ist und von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird, steht schon fest, dass er regelmäßig im Wechsel mit anderen Medien stattfinden wird. Dann ist auch noch Potenzial, das Medium Skype voll auszunutzen, da die erste Skype Sprechstunde nur als Chat geplant ist. Spätere Skypesprechstunden sollen dann auch mit Telefonfunktion und Video stattfinden. Zu viel experimentieren wollte man offenbar nicht beim ersten Versuch. </p>
<p>Auf jeden Fall ist nicht nur Dr. Frank Steffel gespannt auf die Akzeptanz durch die Bürger. Sein Mitarbeiter verrät, dass das Experiment schon die Aufmerksamkeit der Fraktion auf sich gezogen hat und viele andere Abgeordnete ebenso neugierig sind, ob sich Skype eignet für die Kommunikation mit den Wählern. Ich wage keine Prognose, bin aber auch neugierig und werde gern einen Nachtrag über den Verlauf der ersten deutschen Bürgersprechstunde per Skype schreiben. Alle, die schon immer mal an einen Bundestagsabgeordneten Fragen loswerden wollten, können dies heute mal ganz anders tun. Vielleicht fragt ja jemand mal nach der Position von Dr. Frank Steffel zum Thema Open Data und Open Government und ob er den Vorstoß von Dorothee Baer in der CDU/CSU Fraktion dazu unterstützt…</p>
<p>Und so gehts: Das Programm kostenlos auf <a href="http://www.skype.de" target="_blank">www.skype.de</a> aus dem Internet herunterladen, „<strong>franksteffel</strong>“ zu den Kontakten hinzufügen, richtige Zeit abpassen, und Fragen stellen (per Chat).</p>
 
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		<title>Open Government &#8230; in der Praxis &#8211; eine Buchkritik</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 16:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Haselbeck</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Open Government: Transparenz, Kollaboration und Partizipation in der Praxis &#8211; eine Buchkritik
Lathrop, D. &#38; Ruma, L. (Hrsg.). Open Government: Transparency, Collaboration and Participation in Practice. O&#8217;Reilly, 2010.
In vielen Jahren wird man wohl die Veröffentlichung dieses Buches rückblickend als die Geburtsstunde der in Kanada und den USA entstandenen Open Government Bewegung ansehen. Das wäre jedoch falsch. Die Bewegung war schon aktiv und breit verwurzelt lange vor diesem Buch, und dass ihre Ideen das Weiße Haus erreicht haben ist ein Beweis für deren Tragweite.
Das Buch allerdings bringt eine Menge an Substanz in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Open Government: Transparenz, Kollaboration und Partizipation in der Praxis &#8211; eine Buchkritik</h3>
<p>Lathrop, D. &amp; Ruma, L. (Hrsg.). Open Government: Transparency, Collaboration and Participation in Practice. O&#8217;Reilly, 2010.</p>
<p>In vielen Jahren wird man wohl die Veröffentlichung dieses Buches rückblickend als die Geburtsstunde der in Kanada und den USA entstandenen Open Government Bewegung ansehen. Das wäre jedoch falsch. Die Bewegung war schon aktiv und breit verwurzelt lange vor diesem Buch, und dass ihre Ideen das Weiße Haus erreicht haben ist ein Beweis für deren Tragweite.</p>
<p>Das Buch allerdings bringt eine Menge an Substanz in die öffentliche Debatte über Open Government und bietet eine Reihe hoch interessanter Aufsätze und Fallstudien zu vielen Aspekten von Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit im Öffentlichen Sektor.<span id="more-3021"></span> Die <strong>Fallstudien sind zwar meist sehr Nordamerika-spezifisch</strong>, doch <strong>viele der zentralen Ideen und Argumente sind allgemeingültig</strong>, und insbesondere die erste Hälfte des Buches (und etwas weiter, sowie in den Schlusskapiteln) leistet hervorragende Arbeit dabei, ein vollständiges Bild der Debatte zu übermitteln. Der Schwachpunkt des Buches ist das <strong>etwas zu starke Augenmerk auf Open Data sowie auf Web 2.0 gestützte Kommunikations- und Interaktionsaktivitäten</strong> setzt, und zum Beispiel relativ wenig auf konkrete e-Partizipation eingeht. Artikel über allgemeinere Implikationen und systemische Fragen von Open Government fehlen teilweise, so wie Analysen aus den Perspektiven von Public Management, den Politikwissensschaften oder der Insitutionstheorie.</p>
<p>Dieses Buch kann jedoch natürlich nur ein Anfang sein, und dafür ist es ein ausgezeichneter. Der Leser findet viele Artikel mit eloquent ausgebreiteten <strong>Ideen die der heutigen Funktionsweise von Regierung und Verwaltung um Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, voraus sind</strong>.</p>
<p><strong>Viele Beispiele aus der Praxis illustrieren dabei deren Machbarkeit</strong> und Herkunft auf überzeugende Art und Weise. Neben den beispielsweise besonders einleuchtenden Ausführungen von David Eaves zur Genese neuartiger offener Partizipationsprozesse, oder den nüchtern und sauber präsentierten Vorteilen für den Einsatz von Open Source Software sowie Strategien zum Umstieg von Daffara und Conzales-Barahona, sind vor allem auch die Anekdoten von Sarah Schacht zur den angestaubten Strukturen in den Legislativen, sowie die Mahnenden Worte lesenswert die Fung und Weil äußern, welche die Gefahr sehen, dass die Open Government Bewegung vor lauter Eifer mit Scheuklappen durch die Welt läuft, und vergisst worum es eigentlich gehen soll, eine offene Gesellschaft. Interessanter Stoff also, mit jeder Menge Raum für Debatte und akademischen Diskurs.</p>
<p>Abschließendes Urteil: <strong>Eine absolute Pflichtlektüre für Open Government Verfechter, Insider, Vordenker des öffentlichen Sektors und vor allem aber auch für Entscheidungsträger und öffentlich Angestellte. </strong>Das Buch ist eine hervorragende Sammlung von Aufsätzen und Fallstudien welche eine substantielle Basis für die Open Government Debatte schaffen. An manchen Stellen klaffen konzeptionelle Lücken und der starke Fokus auf Open Data, welches auf Deutschland oft zu wenig übertragbar ist, doch dieses Manko können &#8211; und sollen &#8211; künftige Publikationen ausgleichen.</p>
<p>Dieser Blog Eintrag ist eine abgeänderte Übersetzung aus dem Englischen, im Original zu lesen unter:</p>
<p><a href="http://www.intellitics.com/blog/2010/07/26/book-review-open-government/">http://www.intellitics.com/blog/2010/07/26/book-review-open-government/</a></p>
 
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</ul>

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		<title>Open Data und Wikileaks … zwei Paar Schuhe</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 16:19:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Langkabel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In aller Munde… Wikileaks und Afghanistan, Wikileaks-Staff unter  Verfolgungsdruck, geheimnisvolle verschlüsselte “Absicherungs-Dateien”…  beste Kost für hungrige Medien, heißer Stoff für Verschwörungstheoretiker. Da bleibt für einen etwas ruhigeren,  vielleicht etwas reflektierteren Umgang mit dem Begriff “Transparenz der  Verwaltung” wenig Raum. Umso wichtiger erscheint es mir, mal eine klare  Abgrenzung zwischen Open Data/Government 2.0 und Wikileaks vorzunehmen…  zugegeben, subjektiv. Aber Meinungen sind nun mal subjektiv. Um es   sehr klar auszudrücken: Ich unterstütze Wikileaks, auch wenn ich hinter  ein paar Abläufe  und Vorgehensweisen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In aller Munde… Wikileaks und Afghanistan, Wikileaks-Staff unter  Verfolgungsdruck, geheimnisvolle verschlüsselte “Absicherungs-Dateien”…  beste Kost für hungrige Medien, heißer Stoff für Verschwörungstheoretiker. Da bleibt für einen etwas ruhigeren,  vielleicht etwas reflektierteren Umgang mit dem Begriff “Transparenz der  Verwaltung” wenig Raum. Umso wichtiger erscheint es mir, mal eine klare  <strong>Abgrenzung zwischen Open Data/Government 2.0 und Wikileaks </strong>vorzunehmen…  zugegeben, subjektiv. Aber Meinungen sind nun mal subjektiv. Um es   sehr klar auszudrücken: Ich unterstütze Wikileaks, auch wenn ich hinter  ein paar Abläufe  und Vorgehensweisen ein paar Fragezeichen setzen  würde. Nichts und niemand ist perfekt. Aber die Vermischung mit dem  Thema Government 2.0 finde ich unglücklich.<span id="more-3013"></span></p>
<p>Ich denke, Open Data als Element von Government 2.0 und Wikileaks  verfolgen aufgrund unterschiedlicher Motivationen auch grundsätzlich  verschiedene Ziele und dies auch noch auf unterschiedlichen Wegen. Eine  gemeinsame, abstrakte Klammer ist sicher die Schaffung von  “Transparenz”, aber da enden die Gemeinsamkeiten auch schon.</p>
<h3><strong>1. Unterschiedliche Motivation</strong></h3>
<p>Wikileaks versteht sich selbst als Instrument des investigativen  Journalismus. Zurückgehaltene Fakten sollen ans Licht, die “Integrität  der Geschichtsschreibung” gewahrt bleiben. Motivation ist die  Erkenntnis, dass Regierungen der intensiven öffentlichen Kontrolle und  Beobachtung bedürfen, um “ehrlich” zu bleiben. Leider zeigt die  Geschichte, dass diese Erkenntnis – auch wenn man sie nicht einfach  pauschalisieren darf – auf einer gesicherten Grundlage steht. Pate für  Wikileaks hätte auch John Emerich Edward Dalberg-Acton sein können, der  schon Mitte des 19. Jahrhunderts feststellte:</p>
<blockquote><p><em>Great men are almost always bad men</em></p></blockquote>
<p>und</p>
<blockquote><p><em>Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely</em></p></blockquote>
<p>Wikileaks möchte genau hier entgegen wirken und unmoralisches,  unethisches und kriminelles Verhalten von Institutionen aufdecken, sowie  Machtmissbrauch und Manipulationen anprangern. Gut so!</p>
<p><strong>Government 2.0</strong> verfolgt hier meines Erachtens mit  Blick auf die durch Open Data zu schaffende Transparenz aber einen  deutlich weniger pessimistischen Ansatz. Primäre Triebfeder ist nicht  Kontrollierbarkeit, Aufsicht oder die Aufdeckung und Verhinderung von  Bösem, sondern die <strong>Schaffung von Mehrwert, die Einbeziehung  einer breiteren Öffentlichkeit in das Handeln von Politik und  Verwaltung, die Nutzung von bislang nicht erkannten oder nicht  erschlossenen Potenzialen.</strong></p>
<h3><strong>2. Unterschiedliche Ziele</strong></h3>
<p>Aufgrund der Motivation von Wikileaks, Fehlverhalten aufzudecken,  besteht das Ziel darin, auschließlich kompromitierende Dokumente in  ihrer authentischen Ursprungsform einer breiten Öffentlichkeit  zugänglich zu machen. In der Regel sind dies eingescannte Unterlagen,  Akten, Bild-, Video- oder Tonmaterial, welches in der Regel vom Autor  bewusst klassifiziert wurde, mit der Intention, Dritten keine  Kenntnisnahme des Materials zu ermöglichen. Das veröffentlichte Material  soll Journalisten zu eigenen Veröffentlichungen motivieren, eine breite  Berichterstattung fördern und so zu einer Reaktion der Öffentlichkeit  führen, die wiederum einen Handlungs- und Korrekturimpuls für die  Politik bewirken soll. Das funktioniert auch gut, wie man am Umgang mit  den aktuellen Veröffentlichungen der Afghanistan-Dokumente und den  Reaktionen der Politik erkennen kann.</p>
<p><strong>Government 2.0 verfolgt andere Ziele.</strong> Auf der Basis von Transparenz sollen im Kern die beiden Ziele “<strong>Stärkung der Partizipation (eParticipation)</strong>” und “<strong>Mehrwert aus der Nutzung von Verwaltungsdaten (Open Data)</strong>” verfolgt werden.</p>
<p>eParticipation soll dabei <strong>politisches Handeln stärker legitimieren</strong>, sie soll helfen, <strong>zusätzliche Kompetenzen und Blickwinkel für Entscheidungsfindungen einzubeziehen</strong> und sie ermöglicht es, der Verwaltung auch <strong>zusätzliche Ressourcen</strong> zur Verfügung zu stellen, um Aufgaben zu bewältigen oder Qualitäts- und  Serviceverbesserungen zu erreichen, die sonst nicht zu leisten wären.  Erfolgreiche Beispiele hierfür gibt es genug, muss ich hier nicht  aufzählen.</p>
<p><strong>Open Data soll die Informationsschätze der Verwaltung transparent machen und sie heben</strong>. Die “operativen Verwaltungsdaten” sollten dabei möglichst nach den folgenden <a href="http://www.opengovdata.org/">8 Open Data Prinzipien</a> behandelt werden:</p>
<p>1. vollständig und umfassend</p>
<p>2. von Primärquelle, unbearbeitet</p>
<p>3. aktuell</p>
<p>4. zugänglich, ohne Einschränkung des Nutzungszwecks</p>
<p>5. maschinenlesbar</p>
<p>6. nicht diskriminierend</p>
<p>7. nicht proprietär, also in Standardformaten</p>
<p>8. lizenzfrei</p>
<p><strong>Ausgeschlossen davon sollen Daten sein, deren  Veröffentlichung die Privatsphäre, den Datenschutz oder Wahrung von  Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen verletzen würden, oder deren  Veröffentlichung die öffentliche Sicherheit gefährden würde.</strong></p>
<p>Mit diesen Daten soll dann Mehrwert generiert werden, viele <strong>Apps4Democracy</strong> Wettbewerbe zeigen bereits wirklich tolle Lösungen.</p>
<p>Es geht also bei Open Data als Teil von Government 2.0 nicht um  “Geheimnisverrat”, sondern um die freiwillige Bereitstellung von  “normalem” Datenmaterial und das auch noch in maschinenlesbarer Form.</p>
<h3><strong>3. Unterschiedliche Wege</strong></h3>
<p>Wikileaks baut auf “Whistleblower”, also Menschen in Institutionen,  die – bestenfalls aufgrund eines Gewissenskonfliktes – erkanntes  Fehlverhalten aufdecken wollen. Wikileaks bietet ihnen dazu eine  hochsichere Plattform, mit der ihre Anonymität gewahrt bleibt. Es  entfällt damit der Bedarf nach konspirativen Treffen mit  Enthüllungsjournalisten in schummrigen Tiefgaragen, wie sie noch zu  Watergate-Zeiten nötigen waren – “Deep Throat” hätte sicher Wikileaks  genutzt. Selbst das Schlüsselpersonal von Wikileaks kennt die Identität  der Whistleblower nicht. Werden Dokumente auf Wikileaks “abgegeben”,  startet zunächst ein – meines Erachtens leider zu wenig transparentes –  Analyse- und Bewertungsverfahren, um das Material zu sichten und die  Authentizität zu prüfen. Zuletzt wird dann eine Entscheidung darüber  getroffen, ob das Material veröffentlicht wird und ggf. auch, welche  Teile des Materials zurück gehalten werden. Im Zweifel wird  veröffentlicht. Auch hier habe ich ein paar grundsätzliche Bedenken,  wessen moralische und ethische Maßstäbe bei diesen Entscheidungen  zugrunde gelegt werden und woher die Legitimation dazu genommen wird.  Das sind sicher noch offene Flanken von Wikileaks, für die es aber  Lösungsideen gibt.</p>
<p><strong>Government 2.0 braucht keine Whistleblower</strong>.  ePartizipation und Open Data sollen von der Politik und der Verwaltung  initiiert und getragen werden. Anonymität wäre hier Gift. Es geht um  transparente Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten, um Dialog und um  Teamwork. Anders geht es  nicht. Will man die Open Data Prinzipien  beachten, müssen dauerhafte, stabile Schnittstellen zu den Fachverfahren  der Verwaltung geschaffen werden, über die die Daten aktuell zur  Verfügung stehen. Die Verwaltungsdaten müssen zudem semantisch sauber  beschrieben werden, und es müssen öffentliche Kataloge der Datenbestände  geschaffen werden. Romantische Vorstellungen, dass verwaltungsinterne  “Open Data Aktivisten” in nächtlichen Befreiungsaktionen in den  Serverräumen der Behörden die Datenkäfige aufbrechen und die  Verwaltungsdaten freilassen, wenn die Verwaltung nicht von selber aktiv  wird, finde ich zwar ganz amüsant. Mehr aber auch nicht.</p>
<p>Ergo: <strong>Government 2.0/Open Data und Wikileaks sind zwei Paar Schuhe.</strong> Es wäre schade, wenn die gerade in Gang kommende, konstruktive  Diskussion zu Open Data durch eine sachfremde Diskussion über moralische  und ethische Aspekte von Whistleblower-Plattformen, über  “Zwangs-Transparenz” und Drohszenarien einer Art “Open Data von unten”  belastet und überlagert würden. Wir brauchen, auch für das Government  2.0 Barcamp, eine nach vorne gewandte Atmosphäre, in der die Chancen und  Nutzenpotenziale von Government 2.0 und Open Data im Vordergrund  stehen, Hilfestellungen gegeben und praktische Lösungen diskutiert  werden.</p>
 
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</ul>

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		<title>Dorothee Baer (CSU) für Transparenz durch Open Government</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 20:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anke Domscheit</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 30.07.2010 wurde im SWR 2 Forum eine Diskussionrunde zu Wikileaks übertragen, an dem folgende Experten teilnahmen:

Daniel Schmitt, Sprecher für Wikileaks
Dr. Thomas Leif, Chefreporter bei SWR und Vorsitzender des Netzwerk Recherche  
Dorothee Baer, stellvertretende Generalsekretärin der CSU und Internetbeauftragte.

Die Sendung kann man hier nachhören (und herunterladen). Dorothee Baer äußert sich dort deutlich zugunsten mehr Transparenz auf Seiten der Politik und Verwaltung (u.a. ab 14. Minute): 
&#8220;Ich bin da ja wirklich völlig offen, bin bereit, darüber zu diskutieren, ob man nicht künftig durch Open Government und Open Data soviel Informationen liefern kann, dass sich Wikileaks ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 30.07.2010 wurde im SWR 2 Forum eine Diskussionrunde zu Wikileaks übertragen, an dem folgende Experten teilnahmen:</p>
<ul>
<li><strong>Daniel Schmitt</strong>, Sprecher für <a title="HP WL" href="http://www.wikileaks.org" target="_blank"><strong>Wikileaks</strong></a></li>
<li><strong><a title="wikipedia THomas Leif" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Leif" target="_blank">Dr. Thomas Leif</a></strong>, Chefreporter bei SWR und Vorsitzender des <strong><a title="HP Netzwerk Recherche" href="http://www.netzwerkrecherche.de" target="_blank">Netzwerk Recherche</a></strong>  </li>
<li><strong><a title="HP Dorothee Baer" href="http://www.dorotheebaer.de" target="_blank">Dorothee Baer</a></strong>, stellvertretende Generalsekretärin der CSU und Internetbeauftragte.</li>
</ul>
<p>Die Sendung kann man<a title="SWR2 Forum WL Diskussionsrunde" href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/-/id=660214/nid=660214/did=6539702/f9okwj/index.html" target="_blank"><strong> hier nachhören</strong> </a>(und herunterladen). Dorothee Baer äußert sich dort deutlich zugunsten mehr Transparenz auf Seiten der Politik und Verwaltung (u.a. ab 14. Minute): </p>
<blockquote><p><strong>&#8220;Ich bin da ja wirklich völlig offen, bin bereit, darüber zu diskutieren, ob man nicht künftig durch Open Government und Open Data soviel Informationen liefern kann, dass sich Wikileaks irgendwann erübrigt&#8221;</strong></p></blockquote>
<p><span id="more-3002"></span>Das ist ein interessanter und moderner Ansatz, der schnell auf Twitter  (z.B. <a title="tweet presseschauer zu dorobaer" href="http://bit.ly/bxr0mm " target="_blank">hier </a>und <a title="tweet Stracgu zu Dorobaer" href="http://bit.ly/9BB8oS " target="_blank">hier</a>) und in der <a title="Whistleblower netzwerk blog" href="http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/07/30/swr2-forum-kommt-alles-ans-licht/" target="_blank">Blogosphere </a>positive Resonanz fand. Dr. Leif hatte dazu offenbar seine Zweifel, er vertrat die These, dass der Staat kein Interesse an Informationsverbreitung hat und Macht auch auf der Schaffung von Ungewißheitszonen beruht. Er zitiert einen ehemaligen Staatssekretär mit &#8220;warum sollen wir denn selbst die Hosen runterlassen&#8221;?</p>
<p>Dorothee Baer plädiert (ab 18. Minute) für ein neues Verständnis von Transparenz und Informationspolitik, insbesondere, um eine &#8220;gewisse Scheintransparenz zu vermeiden&#8221;. Sie glaubt, dass mehr Informationen dazu führen, dass Mauscheleien schneller aufgedeckt und sanktioniert werden können und ergänzt:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;&#8230;das hat sicher auch eine sanktionierende und eine disziplinierende Wirkung insgesamt für die Politik. Insgesamt finde ich es keine schlechte Einrichtung.&#8221;</strong></p></blockquote>
<p style="text-align: left;">Ab der 32. Minute empfielt Dorothee Baer sogar, der Staat solle sich am besten selbst als Whistleblower betätigen, mehr Daten zur Verfügung stellen, viele Informationen seien ohnehin eher unspannend. Sie sieht in diesem Ansatz sowohl einen Serviceeffekt für Bürger als auch eine Chance, mehr Vertrauen zu schaffen und auf Dauer anonyme Plattformen überflüssig zu machen.</p>
<p style="text-align: left;">Wie immer man selbst zu Wikileaks, der Whistleblowerplattform steht &#8211; einen positiven Effekt hat die aktuelle Veröffentlichung der <a title="HP Afghan War Diary" href="http://www.wardiary.wikileaks.org" target="_blank">Afghanistan Kriegsprotokolle </a>offensichtlich gebracht: der Diskurs um mehr Transparenz und eine offenere Regierung hat sich intensiviert. Dorothee Baer bestätigte, dass sie <strong>Open Data aktuell in der CSU Fraktion diskutiert</strong> und die Meinungsbildung bis zum Parteitag abgeschlossen sein soll.  Das ist eine gute Nachricht. Drücken wir die Daumen für eine wegweisende Entscheidung, die zu mehr Service für die Bürger und zu mehr Vertrauen in Politik und Verwaltung führen wird. Wir werden berichten.</p>
 
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</ul>

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		<title>Government 2.0 in Deutschland erst in der Betaphase</title>
		<link>http://www.gov20.de/government2-0-iin-der-betaphase/</link>
		<comments>http://www.gov20.de/government2-0-iin-der-betaphase/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 21:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antje Matten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die im Juli 2010 erschienene deutsche Studie &#8220;Government 2.0 in der Betaphase&#8221; zeigt, dass Government 2.0 &#8211; also das Mitmach-, Kollaborations- und Transparenz-Internet &#8211; in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt. Die Government 2.0 Enthusiasten haben also noch jede Menge Arbeit vor sich, bis Deutschlands Politik und Verwaltung hier zu anderen Ländern, wie Australien, Großbritannien oder den USA, aufschließen kann.
Die Macher haben für die Studie &#8220;ePartizipation und Web 2.0 Anwendungen der 50 größten Städte und Bundesländer&#8221; unter die Lupe genommen. Ihr Fazit: die öffentliche Verwaltung setzt bei ePartizipation bisher &#8220;vorrangig ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die im Juli 2010 erschienene deutsche Studie <a href="http://assets1.csc.com/de/downloads/CSC_policy_paper_series_06_2010_government_20_betaphase.pdf"><strong>&#8220;Government 2.0 in der Betaphase&#8221;</strong></a> zeigt, dass Government 2.0 &#8211; also das Mitmach-, Kollaborations- und Transparenz-Internet &#8211; in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt. Die Government 2.0 Enthusiasten haben also noch jede Menge Arbeit vor sich, bis Deutschlands Politik und Verwaltung hier zu anderen Ländern, wie Australien, Großbritannien oder den USA, aufschließen kann.</p>
<p>Die Macher<strong><strong> </strong></strong>haben für die Studie <strong>&#8220;ePartizipation und Web 2.0 Anwendungen der 50 größten Städte und Bundesländer&#8221;</strong> unter die Lupe genommen. Ihr Fazit: die öffentliche Verwaltung setzt bei ePartizipation bisher &#8220;vorrangig auf Informationsübermittlung&#8221; statt auf Partizipation und Kollaboration. Das ist ein guten Anfang &#8211; lässt aber das eigentliche Potenzial von Social Media Anwendungen noch ungenutzt. Vorhandene interaktive Angebote sind leider oft &#8220;so versteckt, dass sie selbst [bei] einer intensiven Suche verborgen bleiben&#8221;.  Auch bei den Online-Bürgerhaushalten, einem der meist gelobten deutschen Mitmach-Angebote, zügelt die Studie unsere 2.0-Euphorie:  &#8220;Ein Blick auf die Zahlen lässt auch beim Umsetzungsstand von Bürgerhaushalten eine gewisse Ernüchterung einkehren. Laut Angaben von <a href="http://www.buergerhaushalt.org/">buergerhaushalt.org</a> gibt es derzeit <strong>ca. 18.037 Bürgerhaushalte </strong>(<em>wow!</em>) auf kommunaler Ebene. Davon werden ca. 67 Bürgerhaushalte als aktiv angesehen. Dies sind aber erst 0,5% <em> (schade!)</em> aller ca. 14.000 Städte und Gemeinden.&#8221;</p>
<p>Zu welchen weiteren Ergebnissen die Studie kommt könnt Ihr selber nachlesen. Wie die Studienmacher das Ergebnis interpretieren und welche Kommunen oder Länder aus ihrer Sicht bereits Web 2.0 &#8220;gepimpt&#8221; sind, erfahrt ihr im Interview mit den Autoren Alexander Schellong und Philipp Girrger.</p>
<p><strong>Der Titel der Studie lautet „Government 2.0 in der Betaphase“ und ist wohl auch das Fazit Eurer Untersuchung. Was meint Ihr mit Betaphase und woran macht Ihr diese Einordnung fest?<span id="more-2965"></span></strong></p>
<p><strong>Alexander Schellong:</strong> Wir mussten feststellen, dass ePartizipation in allen Phasen eines Policyzyklus und die Nutzung von Web 2.0 Anwendungen sich trotz diverser interessanter und innovativer Ansätze in den 50 größten Städten und 16 Bundesländern noch in der frühen Anfangs- oder Testphase zu befinden scheint. Wir wollen dafür sensibilisieren, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt um z. B. den gemeinsamen Zielen der EU-Mitgliedstaaten, welche in der <a href="http://www.egov2009.se/wp-content/uploads/Ministerial-Declaration-on-eGovernment.pdf">Malmö Deklaration</a> festgelegt wurden, nachzukommen.</p>
<p><strong>Philipp Girrger:</strong> Grundsätzlich sind Entwicklungen im Netz, die immer mehr nutzerzentriert stattfinden, im ständigen Wandel. Die Produkte stehen unter einem konstanten Entwicklungsdruck, der finale Versionen faktisch kaum noch ermöglicht. Das ist die andere Seite hinter dem Begriff Betaphase. Verwaltungen müssen sich daran gewöhnen, dass, wenn sie sich dem Bürger weiter öffnen, die Dienste in einem ständigen Betastatus stecken werden.</p>
<p><strong>Welche Government Services habt Ihr in der Studie untersucht? Auf welche Verwaltungsebene (Bund, Länder, Kommunen) habt Ihr Euch dabei konzentriert und warum?</strong></p>
<p><strong>Alexander Schellong:</strong> Wir haben uns auf Länder und Kommunen beschränkt. Um ein tieferes Verständnis über den Umsetzungsstand von ePartizipation zu erlangen, haben wir uns nur auf zwei Policyfelder konzentriert:  die Stadt- und Finanzplanung sowie die generelle Möglichkeit Beschwerden und Vorschläge einzubringen. Wir haben bewusst diese beiden Policyfelder gewählt, weil sie zum einen die Interessen der Bürger treffen – Stadtplanung und Finanzplanung sind zwei hochgradig involvierende, weil emotionale Themen – und zum anderen in Studien auf verschiedene Umsetzungen hingewiesen wurde. Für die Bereiche Stadt- und Finanzplanung haben wir zudem versucht, die ePartizipationsangebote im gesamten Policyzyklus zu identifizieren.</p>
<p><strong>Philipp Girrger:</strong> Dabei sollte die Unterteilung nach einem Policyzyklus, also in die Teilschritte Vorschlagen, Ausarbeiten, Abstimmen und Umsetzen des Prozesses von Verwaltungs- und Politikhandeln, und daneben in die Partizipationsstufen Information sowie Konsultation &amp; Mitentscheiden einen strukturierten Umgang mit den Policyfeldern sicherstellen. Es ist natürlich ein Unterschied, ob ich den Bürger einlade Ideen einzureichen oder ihm die Aufgabe übertrage über ein Vorgehen – vielleicht sogar bindend – abzustimmen.</p>
<p><strong>Welche Städte oder Länder haben in Eurer Untersuchung besonders gut abgeschnitten und warum? </strong></p>
<p><strong>Alexander Schellong:</strong> Bei den Städten liegt die Städte <strong>Bonn</strong> (z. B. <a href="http://direktzu.bonn.de/nimptsch">direktzu Oberbürgermeister Nimptsch</a>) und <a href="http://www.freiburg.de/"><strong>Freiburg</strong> im Breisgau</a> weit vorne. Bonn überzeugt mit einem umfangreichen Bürgerbeteiligungskonzept und die Stadt Freiburg zeigt, wie umfänglich ePartizipation im Bereich Stadtplanung umgesetzt werden kann und auch wie vorhandene Informationen für den Bürger umfassend und verknüpft aufbereitet werden können. Nutzer können etwa kann über eine interaktive Stadtkarte zu Stadtplanungsprojekten gelangen. Je nach Bearbeitungsstand eines Bebauungsplans, findet der Nutzer alle Informationen über Planungskonzepte, Ziele und Zwecke des Plans, Flächennutzungspläne, Umweltgutachten und Beschlüsse. Auch die Ergebnisse und Termine der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung werden hier zusammengestellt. Als Rückkanäle zur Verwaltung der Stadt Freiburg im Breisgau stehen zahlreiche Kanäle zur Verfügung. Die jeweilige Responsivität der Verwaltung konnten wir leider nicht prüfen.</p>
<p><strong>Philipp Girrger:</strong> Für die Bundesländer war die Datenlage schwach – ePartizipationsangebote und Web 2.0 Anwendung sind noch eher selten – so dass wir kein robustes Ranking erstellen konnten. Dennoch gibt einige Beispiele, die uns aufgefallen waren. Eines davon bietet das Land Hessen. Seit April 2009 können Bürger auf der Plattform <a href="http://www.hessen-nachhaltig.de/">hessen-nachhaltig.de</a>, an der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie mitwirken. Kurz vor Redaktionsschluss der Studie wurden wir noch auf <a href="http://www.aufbruch-bayern.de/">„Aufbruch Bayern“</a>, welches einen „open innovation“ Ansatz verfolgt, aufmerksam. Noch bis Ende Juli können Bürger in einem moderierten Prozess an der zukünftigen Familien-, Bildungs- und Innovationspolitik des Landes Bayern mitarbeiten.</p>
<p><strong>Könnte man interpretieren, dass viele Verwaltungen noch „Angst“ haben, die Bürger (und anderen Zielgruppen) tatsächlich an der Gestaltung von Services oder regionalpolitischen Themen zu beteiligen?</strong></p>
<p><strong>Alexander Schellong:</strong> Aufgrund des Studiendesigns können wir darüber leider keine Aussage machen. Für die untersuchten Fälle wird jedoch deutlich, dass Bürgerbeteiligungsangebote vielfach schwer aufzufinden sind. In jedem Fall haben Verwaltungen und Politiker auf Bundes-, Landes, und Kommunalebene noch zahlreiche Möglichkeiten, neue Ansätze zur Informationsbereitstellung und Bürgerbeteiligung umzusetzen und damit die „Ersten“ zu sein.</p>
<p><strong>Eure Untersuchung stützt sich auf die Ergebnisse einer Fragebogenaktion in ganz Deutschland. Mal ganz unter uns, habt Ihr ein Online-Tool für die Umfrage genutzt?</strong></p>
<p><strong>Alexander Schellong:</strong> Die Studie basiert insgesamt auf 63 Fällen. Dies sind die 50 bevölkerungsreichsten Städte und die 16 Bundesländer. Untersucht wurden jeweils die offiziellen Webseiten inklusive Subdomains. Die Daten wurden im Zeitraum April bis Mai 2010 erhoben. Die Erhebung wurde durch ein Team von CSC mit Hilfe eines Onlinefragebogens durchgeführt. Die Teammitglieder arbeiteten von verschiedenen Standorten in Deutschland aus. Die 117 Fragen des Onlinefragenbogens sind geschlossen, halb-offen und offen. Der Onlinefragebogen war eine von vielen Maßnahmen um die Reliabilität der Erhebung, d.h. Zuverlässigkeit der Daten, zu verbessern. Zudem ermöglichte uns der Onlinefragebogen die zentrale und einfache Datensammlung.</p>
<p><strong>Philipp Girrger: </strong>Für die Untersuchung haben wir den Dienst <a href="http://www.kwiksurveys.com/">Kwick Surveys</a> genutzt. Er erlaubt es einen Onlinefragebogen zu erstellen, der verschiedene Frageformen beinhaltet. Zudem lässt sich der Fragebogen sicher ablegen, so dass nur beantworten kann, wer auch den Zugang hat. Um die Reliabilität zu verbessern, wurden bspw. die einzelnen Teilbereiche wie Stadtplanung oder Bürgerdienste und Beschwerden in separaten Fragebögen untergebracht.</p>
<p><strong>Gov20 Netzwerk: </strong>Vielen Dank fürs Interview!</p>
 
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		<title>Open Data von unten &#8211; Wikileaks veröffentlicht Afghanistan Protokolle</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 23:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anke Domscheit</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Its the end of the war as you know it&#8221; &#8211; schreibt @jmm_hamburg auf Twitter mit Verweis auf die heutige Veröffentlichung von über 90.000 geheimen Logeinträgen der US Armee aus dem Afghanistan Krieg, zusammengetragen in den Jahren 2004-2010.
Das &#8220;Afghanistan Kriegstagebuch&#8221; wird gleichzeitig in drei Leitmedien veröffentlicht, der New York Times, dem Guardian und dem Spiegel, es wird als größter Leak in der Geschichte der Geheimdienste bezeichnet. Die Tagesschau berichtet innerhalb einer Stunde auf der Titelseite der Onlineausgabe.

Die Originallogs wurden auf Wikileaks veröffentlicht &#8211; einer Seite, die es Whistleblowern ermöglicht, anonym und sicher ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="tweet End of the War as you know it" href="http://bit.ly/a1YpNZ " target="_blank"><strong>&#8220;Its the end of the war as you know it&#8221;</strong></a> &#8211; schreibt <a title="twitter account jmm_hamburg" href="http://www.twitter.com/jmm_hamburg" target="_blank">@jmm_hamburg </a>auf Twitter mit Verweis auf die heutige <strong>Veröffentlichung von über 90.000 geheimen Logeinträgen der US Armee aus dem Afghanistan Krieg</strong>, zusammengetragen in den Jahren 2004-2010.</p>
<p>Das &#8220;Afghanistan Kriegstagebuch&#8221; wird gleichzeitig in drei Leitmedien veröffentlicht, der <a title="NYT the War Logs " href="http://www.nytimes.com/interactive/world/war-logs.html" target="_blank"><strong>New York Times</strong></a>, dem <a title="Guardian the War Logs" href="http://www.guardian.co.uk/world/series/afghanistan-the-war-logs" target="_blank"><strong>Guardian</strong> </a>und dem <a title="Spiegel Afghanistan Kriegsprotokolle" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,708311,00.html" target="_blank"><strong>Spiegel</strong></a>, es wird als größter Leak in der Geschichte der Geheimdienste bezeichnet. Die <a title="tagesschau über AWD" href="http://www.tagesschau.de/ausland/wikileaks106.html" target="_blank"><strong>Tagesschau</strong> </a>berichtet innerhalb einer Stunde auf der Titelseite der Onlineausgabe.<span id="more-2940"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2943" title="Tageschau.de vom 26. Juli 2010 zu Logbüchern des Afghanistan Krieges" src="http://www.gov20.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-26-tagesschau-AWD.png" alt="" width="563" height="274" /></p>
<p>Die <a title="Wikileaks War Diary" href="http://www.wikileaks.org/wiki/Afghan_War_Diary,_2004-2010" target="_blank"><strong>Originallogs</strong> </a>wurden auf <a title="wikileaks HP" href="http://www.wikileaks.org" target="_blank"><strong>Wikileaks</strong> </a>veröffentlicht &#8211; einer Seite, die es Whistleblowern ermöglicht, <strong>anonym und sicher </strong><a title="submission wikileaks" href="http://www.wikileaks.org/wiki/WikiLeaks:Submissions" target="_blank"><strong>elektronisch geheime und zensierte Dokumente auf der Wikileaksseite zu veröffentlichen</strong></a>. Diese Datenbank umfasst bereits weit über eine Million geheime Dokumente, vom <a title="Tollcollect vertrag wikileaks" href="http://www.wikileaks.org/wiki/Toll_Collect_Vertraege,_2002" target="_blank"><strong>Tollcollect Vertrag</strong></a> bis zu den <strong><a title="wikileaks Guantanamo Handbücher" href="http://www.wikileaks.org/wiki/Guantanamo%27s_SERE_Standard_Operating_Procedures" target="_blank">Handbüchern von Guantanamo</a></strong>.</p>
<blockquote><p><strong>Die Wikileaks Mission heißt &#8220;We Open Governments&#8221;</strong></p></blockquote>
<p>Was ist nun der Unterschied zwischen Open Government und dem &#8220;We Open Governments&#8221; von Wikileaks? Open Government beschreibt ein transparentes Regierungshandeln, das die Bereitstellung von offenen Daten, Fakten, Prozessen und Hintergründen umfaßt. Es wird als Strategie top-down von Regierungen (oder einzelnen Verwaltungen) umgesetzt. Der Grad der Offenheit unterscheidet sich dabei erheblich.</p>
<p>Da, wo Regierung nicht oder unzureichend transparent sind und Bürgerinnen und Bürger dies als Mangel empfinden, wird Transparenz immer häufiger von unten hergestellt. Das Internet bietet dazu vielfältige Plattformen. Politik wird inzwischen auch durch Blogs beeinflusst, man erinnere nur an den Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2952" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Wikileaks Logo" src="http://www.gov20.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-26-Wikileaks-logo1.png" alt="" width="108" height="221" />Mit Wikileaks gibt es seit einigen Jahren eine Plattform, die dieses Herstellen von Transparenz durch Einzelne mit geringstem Risiko ermöglicht. Auf der ganzen Welt verteilte IT Infrastrukturen, Verschlüsselungstechniken mit hohem Sicherheitsgrad und spezielle interne Prozesse stellen sicher, dass ein hundertprozentiger Quellenschutz besteht &#8211; sofern ein Whistleblower sich nicht selbst verrät. Noch nie ist eine Quelle durch das System Wikileaks aufgeflogen. Diese neue Sicherheit führte schon in der Vergangenheit zur Veröffentlichung spektakulärer Dokumente, wie zuletzt eines <a title="collateral murder HP" href="http://www.collateralmurder.org" target="_blank"><strong>Videos aus dem Irakkrieg</strong></a>, in dem die unbegründete Erschießung von zwei Reutersjournalisten und weiteren Zivilisten aus einem Apache Hubschrauber heraus gefilmt wurde und weltweit die Schlagzeilen beherrschte.</p>
<p>Wikileaks veröffentlicht alle Dokumente im Rohzustand &#8211; also so, wie sie geleakt werden (nachdem alle Spuren über den Herkunftsweg beseitigt wurden). Diesmal wurden den genannten drei Leitmedien diese Rohmaterialien einige Wochen zur Analyse und journalistischen Auswertung vorab zur Verfügung gestellt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2946" title="The Guardian Afghan War Logs" src="http://www.gov20.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-25-Guardian-Afghan-War-Logs.png" alt="" width="587" height="310" /></p>
<p>Der Guardian hat die Daten aufbereitet, mit <a title="Guardian interactive Karte zu AWD" href="http://www.guardian.co.uk/world/datablog/interactive/2010/jul/25/afghanistan-war-logs-events" target="_blank"><strong>interaktiver Karte</strong> </a>und der Möglichkeit zum <a title="Guardian Data Download AWD" href="http://www.guardian.co.uk/world/datablog/2010/jul/25/wikileaks-afghanistan-data" target="_blank"><strong>Download</strong></a>. Diese Karte könnte genauso gut eine Applikation sein, die auf der Basis öffentlicher Daten erstellt wurde. Die aufbereiteten Daten &#8211; eine Auswahl der 300 wichtigsten Incidents aus über 91.000 Protokollen &#8211; ermöglichen eine einfachere Auswertung durch Dritte. Der Guardian fordert auf, mit den Daten zu spielen und eigene Analysen zu erstellen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-2956" title="2010 07 26 Spiegel Nr 30/2010 Task Force 373" src="http://www.gov20.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/2010-07-25-Spiegel-Afghan-War-Diaries.png" alt="" width="304" height="412" />So werden Mechanismen und Prozesse aus dem klassischen Open Data / Open Government auch durch die Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen und Medien angewendet. Eine transparente Gesellschaft kann dadurch von oben und von unten entstehen. Im digitalen Zeitalter haben Zensur und Klassifizierung von Dokumenten, an denen die Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse hat, keine Zukunft.</p>
<p>In sofern stellt dieser erneute Leak von Wikileaks vielleicht nicht nur das Ende des Krieges wie wir ihn kennen dar, sondern markiert auch das Ende der Gesellschaft, wie wir sie kennen. Transparenz läßt sich nicht aufhalten, auch nicht mit einem digitalen Radiergummi.</p>
<p><strong>weitere Informationen</strong></p>
<p><a title="J Assange Video Guardian AWD" href="http://www.guardian.co.uk/world/2010/jul/25/wikileaks-war-logs-back-story" target="_blank">Julian Assange im Video Interview mit dem Guardian über die Afghan War Diaries</a></p>
<p><a title="Video Guardian - How to read AWD" href="http://www.guardian.co.uk/world/datablog/video/2010/jul/25/afghanistan-war-logs-video-tutorial" target="_blank">Video Tutorial beim Guardian &#8220;How to read the Log Files&#8221;</a></p>
<p><a title="Tagesschau zu AWD" href="http://www.tagesschau.de/ausland/wikileaks106.html" target="_blank">Tagesschau.de &#8211; 26.07.2010 zum Afghanistan Logbuch Leak</a></p>
 
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