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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 12.370 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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Erste Open Data-Applikation auf Bundesebene veröffentlicht


Mit den steigenden Temperaturen steigt auch die Gefahr einer hohen Ozonbelastung. BesitzerInnen von Smartphones in Österreich können sich ab sofort über den stundengenauen Ozonwert in ihrer Nähe informieren und sich bei Überschreitung der Schwellenwerte warnen lassen. Die neue Open Data Anwendung wurde von echonet und open3.at entwickelt. Die Ozondaten stellt das österreichische Umweltbundesamt zur Verfügung.

Im Rahmen der Open Government Data Konferenz am 16. Juni in Wien wurde die neue App vorgestellt. Sie ist ab sofort kostenfrei erhältlich und lässt sich auf den Smartphones sämtlicher Hersteller installieren. „Die neue Applikation ist unser Beitrag zu einer zeitgemäßen, innovativen Umweltinformation. Damit folgen wir den Prinzipien des Open Government“, erklärt Georg Rebernig, Geschäftsführer im Umweltbundesamt.

Die Anwendung funktioniert in jedem modernen Browser und Smartphone (Android, iPhone, Blackberry, Opera Mobile, Palm Web OS und Fennec) und kann unter www.ozon-info.at aufgerufen werden.

Ozondaten
Die stündlich aktualisierten Ozonmesswerte für ganz Österreich werden von den Ämtern der Landesregierungen und dem Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt. In Österreich werden als Grundlage für eine umfassende Information der Bevölkerung gegenwärtig über 100 Ozonmessstellen betrieben.

Ozonbelastung
Eine hohe Ozonbelastung betrifft vor allem Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens sowie Asthmakranke. Kurzzeitig erhöhte Werte können Kopfschmerzen, brennende Augen, Atemwegsbeschwerden oder Asthmaanfälle auslösen und die körperliche Leistungsfähigkeit einschränken. Wird die Informationsschwelle überschritten, sind ein Spaziergang, Baden oder ein Picknick auch für empfindliche Personen unbedenklich. Steigen die Ozonwerte jedoch weiter und erreichen die Alarmschwelle, sollten ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, vor allem zu Mittag und am frühen Nachmittag, vermieden werden.

Fazit
Erstmals konnte in Österreich auf Bundesebene gezeigt werden, dass durch die Veröffentlichung von maschinenlesbaren Daten eine Win-Win-Win-Situation für Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft geschaffen werden kann. Das bisherige Feedback lässt hoffen, dass andere Behörden dem Beispiel des Umweltbundesamtes folgen werden, um einen Mehrwert für ihre Daten durch neue Applikationen oder Visualisierungen zu erhalten – die Herausforderungen bei derartigen Projekten sind jedenfalls nicht technischer Natur, sondern liegen hauptsächlich darin, die Dateninhaber davon zu überzeugen, dass sie einen zusätzlichen Mehrwert durch die maschinenlesbare Veröffentlichtung ihre Datensätze nach OpenData-Prinzipien erzielen können.

Wie auf der OGD-Konferenz am 16.6. durch Dr. Wilhelm Vogel dargestellt, überprüft das Umweltbundesamt zur Zeit seine Informations- und Datenbestände auf Entsprechung der 11 Prinzipien für die Öffnung von Verwaltungsdaten und denkt auch über neue Beispiele für die Freigabe von Daten nach dem Beispiel des Ozon-Services nach.

Link zu den Rohdaten der Ozonmesswerte:
http://luft.umweltbundesamt.at/pub/ozonbericht/aktuell.json


Gastbeitrag von Robert Harm, Co-Founder von open3.at und Rudolf Legat, Umweltbundesamt

Eingereicht von auf 2. September 2011Kein Kommentar | 3.499 Aufrufe

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