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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 11.016 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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Edmonton (Kanada) baut Open Data Katalog auf Microsoft Cloud Plattform und mit Open Source


Open Source und Lizenzmodelle gehen immer häufiger Hand in Hand

Das Schwarz und Weiß Denken wird man langsam ablegen müssen – die klare Trennung zwischen Open Source auf der einen und Lizenzprodukten auf der anderen Seite gibt es immer weniger, im realen Leben trifft man zunehmend auf Mischformen.

Diese Entwicklung ist besonders deutlich auch im Government 2.0 zu sehen. Eines der jüngsten Beispiele dafür findet sich in Kanada, in der Stadt Edmonton.

Edmonton/Kanada baut Open Data Katalog in der „Wolke“

City of Edmonton Open Data Catalogue

Microsoft hat eine Lösung für Open Government Data Initiativen entwickelt, die nun erstmalig in Nordamerika zum Einsatz kommt. Diese Lösung wurde in Edmonton schnell und zu äußerst geringen Kosten umgesetzt – auf der Microsoft Cloud Plattform Azure  und in Verbindung mit Open Source Komponenten.

Durch die Verwendung offener Standards und API (Anwendungsschnittstellen) können Mitarbeiter der städtischen IT ebenso wie unabhängige Dritte einfach auf Daten zugreifen und auf deren Basis neue und innovative Anwendungs-Mash Ups entwickeln, die sowohl die Services für Bürger verbessern und mehr Transparenz herstellen als auch die Kollaboration zwischen der Stadt und privaten Einrichtungen erleichtern.

Der CIO der Stadt, Chris Moore, äußert sich dazu so:

“Der heutige Launch des Offenen Daten Kataloges der Stadt unterstreicht unser Commitment, die Kollaboration mit – und unser Engagement gegenüber Bürgern und der lokalen Entwicklercommunity in Edmonton zu verbessern. „

Auf der neuen Cloud-Anwendung werden BürgerInnen und EntwicklerInnen nicht nur einfacheren Zugang zu Informationen aus öffentlicher Hand erhalten. Das Portal wird ebenfalls ermöglichen, Ideen für positive Veränderungen in öffentlichen Infrastrukturen und Dienstleistungen einzureichen.

Win Win für alle Beteiligten – Innovationen für die Verwaltung, besserer Service für BürgerInnen

So wird aus einer modernen Government 2.0 Plattform ein Win-Win für alle Beteiligten. BürgerInnen haben mehr Einblick in Daten, die regionale Wirtschaft kann innovative Produkte entwickeln und vermarkten (auch überregional) und last but not least, profitiert die öffentliche Verwaltung von der Kreativität der Masse – den Ideen der BürgerInnen und der Innovationskraft der IT Community. Damit werden öffentliche Dienstleistungen schnell und kostengünstig qualitativ hochwertiger – auch ohne gigantische IT Budgets in den Haushalten. Die Probleme vor Ort können nun gemeinsam gelöst werden, Entwicklungszeiten werden kürzer und es wird das entwickelt, was BürgerInnen wirklich haben möchten.

Mit Open Data Anwendungen, die in der „Wolke“ residieren, sind öffentliche Datenportale schneller, einfacher und kostengünstiger umzusetzen. Open Data Vorhaben gibt es in immer mehr Ländern auf der Welt, am bekanntesten ist sicher das Bundesdatenportal der USA Data.gov. In Deutschland warten wir noch auf das erste Open Data Projekt. Vielleicht wird es uns hier so gehen, wie man es im Ausland bereits erlebt hat – die Zivilgesellschaft entwickelt einfach selbst Open Data Portale und Anwendungen.

Was nicht von oben kommt, wird von unten organisiert: erster deutscher Hackday für Open Data Anwendungen

Der erste deutsche Hackday wird vom Open Data Network e.V. in Deutschland bereits geplant. Es wäre sehr schön, wenn sich die Kreativität der Community mit dem politischen Willen so verbinden ließe, dass künftig Open Government Projekte auch mit öffentlicher Finanzierung erfolgen können. Wenn aus dem Hackday ein Erfolg wird, ist das ein Signal für die gesamte öffentliche Verwaltung in Deutschland und Symbol für das Grundprinzip des Government 2.0 – was nicht von oben kommt, wird von unten entwickelt. Der Staat kann letztlich bestenfalls entscheiden, ob er gestalterisch beteiligt sein möchte oder nicht. Verhindern lassen sich innovative Entwicklungen in Sachen Government 2.0 nicht mehr. Auch BürgerInnen werden sich zunehmend fragen, warum es bestimmte Fortschritte zwar woanders aber nicht bei uns gibt.

Klar ist auch, dass sich ein weiterer (und peinlicher) Abstieg Deutschlands in den eGovernment Rankings nur durch eine Entwicklung in größeren Schritten verhindern läßt – für mehr Transparenz, Kollaboration und Partizipation. Anders sind auch die von Deutschlands Regierung mitgezeichneten Ziele der Ministeriellen Deklaration der EU eGovernment Konferenz von Malmö nicht erreichbar.

Transparenz-Notiz:

Die Autorin des Artikels, Anke Domscheit, ist Mitarbeiterin von Microsoft Deutschland.

Eingereicht von auf 15. Januar 2010Kein Kommentar | 3.291 Aufrufe

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