Diskussionsrunde: “Community-Public-Partnership – wie können Verwaltung und Community zusammenarbeiten?”
Am BarCamp-Tag, dem 30.9., widmen wir uns nach einem kurzen Impulsreferat von Birgitta Jónsdóttir um 10 Uhr für etwa eine Stunde dem Thema “Community-Public-Partnership”.
Die Teilnehmer in unserer Diskussionsrunde dazu werden gemeinsam auf bisherige Projekte zurückschauen und die wesentlichen Erfolgsfaktoren und Hemnisse einer Zusammenarbeit von Community und Verwaltung beleuchten. Moderiert wird die Runde vom Government 2.0 Netzwerk Deutschland.
Im Zentrum steht die Frage: “Was muss sich ändern, damit es in Zukunft noch besser funktioniert? Welche Brücken zwischen den beiden Kulturen müssen wir künftig schlagen?”
Hier eine Vorstellung der Teilnehmerinnen:
Julia Witt
Julia Witt, studierte Diplomkulturwissenschaftlerin, hat viele Jahre in Berlin im Bereich Stadtraumgestaltung und Jugendpolitik gearbeitet. Seit 2003 ist sie Büroleiterin beim Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin und Vielen als Organisatorin des Boddy 2011 gut bekannt.
Hierbei geht es ihr um mehr als nur dem Bereitstellen von maschinenlesbaren und frei zugänglichen Daten in der Öffentlichen Verwaltung. Julia Witt wünscht sich mehr gegenseitiges Verständnis der Perspektiven, Erwartungen und Arbeitsweisen von Politik, Verwaltung und Bürgern.
Von der Verwaltung erwartet sie, jenseits von Effizienzdenken und Kosten- Leistungsrechnung auch die Ansprüche und Vorstellungen von Bürgerinnen und Bürgern konsequenter im Blick zu haben.
Nach dem Münchner Open Government Day ist der Berliner “#Boddy” (Berlin Open Data Day) ein weiteres erfolgreiches Community-Public-Partnership-Projekt, das viel zu einem solchen gegenseitigen Verstehen beigetragen haben dürfte. Im Portal “Open Data Berlin” finden sich bereits einige Daten zum Arbeitsmarkt, zur Bildung, Demographie, Geographie und Stadtplanung sowie Umwelt und Klima Berlins.
Seit dem 12. Mai 2011 ist Gisela Erler Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung. Und prompt titelte das Deutschlandradio: ” Ein neuer Wind weht durch den Südwesten Deutschlands. Im Land der Wutbürger hat die grün-rote Regierung Gisela Erler zur Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung ernannt.”
Auch auf der Internetseite Ihres Hauses wird klar, dass Gisela Erler das Gespräch mit dem Bürger suchen will: Die grün-rote Landesregierung möchte eine Bürgerregierung sein und hat sich zum Ziel gesetzt, die Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg zu stärken und eine neue politische Kultur zu entwickeln. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde das Amt der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung eingerichtet.
Gisela Erler hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich für die dauerhafte Anerkennung, Wertschätzung und Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement und damit der Zivilgesellschaft einzusetzen. Sie sagt von sich: “Ich wünsche mir, dass die Leute das sichere Gefühl haben, im Land, wenn du was zu sagen hast, dann wirst du gehört, und das heißt nicht, dass dir immer Recht gegeben wird. (Quelle: Deutschlandradio).”
Ihre Aufgabe ist es die bestehenden Bürgerbeteiligungsverfahren auf kommunaler Ebene gemeinsam mit den Kommunen zu fördern und für die Landesebene nutzbar zu machen.
Gisela Erler koordiniert Aktivitäten der anderen Fachministerien und hilft, Bürgerbeteiligung umfassend in das Verwaltungshandeln zu integrieren. Zu diesem Zweck hat das Kabinett einen interministeriellen Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft einberufen.
Birgitta Jónsdóttir ist isländische Politikerin der Partei Hreyfingin (“Die Bewegung”) und seit 2009 Abgeordnete des isländischen Parlaments und Fraktionsvorsitzende ihrer Partei.
Sie ist Sprecherin der Bewegung Icelandic Modern Media Initiative (IMMI), die sich für ein für ein neues isländisches Pressegesetz, einsetzt.
In einer Sitzung des Europäischen Parlaments am 21. Juni 2010 erklärte Birgitta Jónsdóttir: “Das Recht und die Fähigkeit, Wissen weiterzugeben, steht über den meisten anderen Rechten. Wir müssen sorgsam vorgehen, wenn wir das Recht der freien Meinungsäußerung regulieren, denn sie ist es worauf alle anderen Rechte aufbauen (Quelle: unwatched.org)”.
Künftig sollen sowohl Informanten als auch Journalisten in Island besser vor Überwachung und nachträglicher Zensur geschützt werden. Provider sollen nicht mehr für Inhalte haftbar sein, die sie für Dritte betreuen.
Wem nützt und wem schadet das? Ist die totale Transparenz Bedrohung oder Befreiung? Und wie wird sie aussehen, unsere neue Freiheit? Diese Fragen adressiert ein Interview in 3Sat-Kulturzeit auf YouTube und gibt damit einen guten Einblick in die Arbeit der Internetaktivistin Jónsdóttir.


















[...] zur Einbindung der Zivilgesellschaft in ihre politische Arbeit erzählen. Auf dem anschließenden Panel diskutiert sie mit deutschen Panelisten über die Rolle von Community Public Partnerships – [...]