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Nationaler Aktionsplan Open Data: Bericht vom Meilenstein-Workshop

1. Februar 2015 – 13:31 | Kein Kommentar | 10.935 Aufrufe

Die Bundesregierung hat im Juni 2013 die Open Data Charta der G8 unterzeichnet und sich damit zu konkreten Handlungsschritten verpflichtet. Mit einiger Verspätung wurde nun ein Aktionsplan Open Data unter Federführung des BMI entworfen, der diese …

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Collaboratory „Internet & Gesellschaft“ startet mit Umfrage


In diesem Jahr schießen die Initiativen für ein besseres Miteinander von Staat, Gesellschaft und Internet scheinbar wie Pilze aus dem Boden. Neben den Netzpolitik-Dialogen des BMI und der neuen Enquete-Kommission wurde Anfang des Jahres auf Initiative von Google und einigen Experten auch ein Collaboratory „Internet & Gesellschaft“ ins Leben gerufen. Das Collaboratory versteht sich Expertenkreis, der Akteure aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie aus Internetunternehmen zusammenbringt und will gemeinsam an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet arbeiten.

Worum soll es gehen?

Auf der Projektwebsite heisst es dazu: „Google möchte mit dem Collaboratory eine politische Plattform mitgestalten, die es Akademikern, sachkundigen Wirtschafts- sowie Bürgervertretern erlaubt, transparent zusammenzuarbeiten und einen Beitrag zu politischen Reformprozessen (z. B. im Rahmen der Enquête Kommission „Internet & Digitale Gesellschaft“) zu leisten. Das Collaboratory ist dem öffentlichen Interesse verpflichtet und als offene Diskussions- und Kollaborations-Plattform aufgesetzt.“

Wie soll es funktionieren?

In thematischen Arbeitsgruppen sollen einzelne Fragestellungen diskutiert werden. Außerdem will das Collaboratory zu Veranstaltungen einladen, in denen die verschiedenen Themen im offenem Austausch zwischen Politikern, Verwaltungsfachkräften, Experten und Nutzervertretern besprochen werden.

Wer organisiert das Collaboratory und seine Veranstaltungen?

Im Impressum der Projektwebsite steht eine Kommunikationsagentur, die vermutlich im Auftrag von Google die Anschuborganisation macht. Die ziemlich lange Namensliste des „Expertenkreises“ vom Collaboratory macht daneben einen sehr soliden ersten Eindruck (32 Namen habe ich im rüberscrollen gezählt).

Welche Experten mischen mit?

Neben Philipp Müller, Gründungsmitglied unseres Gov20-Netzwerks und Prof. an der Willy Brandt School of Public Policy, sind ziemlich viele bekannte Gesichter aus Wissenschaft, Unternehmen, NGOs und Branchenverbänden im Expertenkreis des Collaboratory.

Wann und wie gehts los?

Die erste Aktion des Netzwerks ist eine vom Expertenkreis entwickelte Umfrage zu Grundlagen von Innovationskultur in einer Informations- und Wissensgesellschaft. Es soll ein Meinungsbild zusammengetragen werden, das zur öffentlichen Diskussion beiträgt.

Wir sind gespannt, wie es weiter geht und zu welchem Ergebnis die Umfrage kommt.

Eingereicht von auf 9. April 20102 Kommentare | 2.837 Aufrufe

2 Kommentare »

  • Eine weitere Plattform zum Austausch zu wichtigen Themen der Netzgemeinschaft ist natürlich lobenswert, andererseits ist es offenbar wieder einmal eine Plattform, in der Männer mit Männern die Zukunft der Internetgesellschaft diskutieren. Ich kann einfach nicht verstehen, warum in einem Expertenrat zu „Internet und Gesellschaft“ im Jahre 2010 bei 33 Mitgliedern nur 3 Frauen sind – also nicht einmal 10 Prozent. Es gibt jede Menge Expertinnen, an deren Expertise man offenbar nicht interessiert ist. Das ist nicht nur schade sondern beeinträchtigt zweifellos die Qualität der Arbeit. Monokulturen sind einfach weniger kreativ, ich dachte, das hätte sich inzwischen rumgesprochen.

  • Antje Matten sagt:

    Die Frage Frage, wer die Veranstaltungen organisiert, konnte ich am Rande der re:publica klären. Die Agentur betreut die Website und ist verantwortlich „im Sinne des Impressums“. Drahtziehender Ideengeber ist Max. Ansonsten ist tatsächlich der Expertenkreis mit der inhaltlichen Arbeit befasst. Er hat die Umfrage gemeinsam erstellt und wird sie auch auswerten. Die Runde ist offen, sodass künftig auch weitere Experten und Enthusiasten dazu kommen können.

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