Beiträge der Kategorie »Best Practice«

Bürgersprechstunde per Skype

Das Internet bietet Mitarbeitern in der Verwaltung ebenso wie Abgeordneten viele Möglichkeiten, in einen direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu treten. Viele Politiker betreiben inzwischen Blogs – einzeln (Bsp. Henning Schürig, Grüne) oder gemeinsam (Bsp. FDP), sie twittern , vernetzen sich auf Facebook mit dem Volk  (Bsp. Manuela Schwesig,  SPD) und bestücken YouTube Kanäle (Bsp. die Linken).

Heute (05.08.2010) findet nun die offenbar deutschlandweit erste Bürgersprechstunde eines Bundestagsabgeordneten via skype statt. Weiterlesen »

Von Anke Domscheit | 4. August 2010 | Ein Kommentar
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Open Government … in der Praxis – eine Buchkritik

Open Government: Transparenz, Kollaboration und Partizipation in der Praxis – eine Buchkritik

Lathrop, D. & Ruma, L. (Hrsg.). Open Government: Transparency, Collaboration and Participation in Practice. O’Reilly, 2010.

In vielen Jahren wird man wohl die Veröffentlichung dieses Buches rückblickend als die Geburtsstunde der in Kanada und den USA entstandenen Open Government Bewegung ansehen. Das wäre jedoch falsch. Die Bewegung war schon aktiv und breit verwurzelt lange vor diesem Buch, und dass ihre Ideen das Weiße Haus erreicht haben ist ein Beweis für deren Tragweite.

Das Buch allerdings bringt eine Menge an Substanz in die öffentliche Debatte über Open Government und bietet eine Reihe hoch interessanter Aufsätze und Fallstudien zu vielen Aspekten von Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit im Öffentlichen Sektor. Weiterlesen »

Von Sebastian Haselbeck | 3. August 2010 | Ein Kommentar
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Government 2.0 in Deutschland erst in der Betaphase

Die im Juli 2010 erschienene deutsche Studie “Government 2.0 in der Betaphase” zeigt, dass Government 2.0 – also das Mitmach-, Kollaborations- und Transparenz-Internet – in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt. Die Government 2.0 Enthusiasten haben also noch jede Menge Arbeit vor sich, bis Deutschlands Politik und Verwaltung hier zu anderen Ländern, wie Australien, Großbritannien oder den USA, aufschließen kann.

Die Macher haben für die Studie “ePartizipation und Web 2.0 Anwendungen der 50 größten Städte und Bundesländer” unter die Lupe genommen. Ihr Fazit: die öffentliche Verwaltung setzt bei ePartizipation bisher “vorrangig auf Informationsübermittlung” statt auf Partizipation und Kollaboration. Das ist ein guten Anfang – lässt aber das eigentliche Potenzial von Social Media Anwendungen noch ungenutzt. Vorhandene interaktive Angebote sind leider oft “so versteckt, dass sie selbst [bei] einer intensiven Suche verborgen bleiben”.  Auch bei den Online-Bürgerhaushalten, einem der meist gelobten deutschen Mitmach-Angebote, zügelt die Studie unsere 2.0-Euphorie:  “Ein Blick auf die Zahlen lässt auch beim Umsetzungsstand von Bürgerhaushalten eine gewisse Ernüchterung einkehren. Laut Angaben von buergerhaushalt.org gibt es derzeit ca. 18.037 Bürgerhaushalte (wow!) auf kommunaler Ebene. Davon werden ca. 67 Bürgerhaushalte als aktiv angesehen. Dies sind aber erst 0,5%  (schade!) aller ca. 14.000 Städte und Gemeinden.”

Zu welchen weiteren Ergebnissen die Studie kommt könnt Ihr selber nachlesen. Wie die Studienmacher das Ergebnis interpretieren und welche Kommunen oder Länder aus ihrer Sicht bereits Web 2.0 “gepimpt” sind, erfahrt ihr im Interview mit den Autoren Alexander Schellong und Philipp Girrger.

Der Titel der Studie lautet „Government 2.0 in der Betaphase“ und ist wohl auch das Fazit Eurer Untersuchung. Was meint Ihr mit Betaphase und woran macht Ihr diese Einordnung fest? Weiterlesen »

Von Antje Matten | 27. Juli 2010 | 2 Kommentare
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Data.gov (US) feiert ersten Geburtstag – Apps im Fokus

In Deutschland kämpfen die Open Data Enthusiasten immer noch gegen einen ganzen Strauss an Vorurteilen oder ablehnenden Argumenten. Diese sind nicht nur vielfältig sondern auch widersprüchlich. Mal heißt es, wir haben schon open data (siehe die Angebote der statistischen Landesämter), dann wieder, die Veröffentlichung der gewünschten Daten verstieße gegen den Datenschutz oder sei zu aufwändig und damit zu teuer, würde schlicht nicht organisierbar sein und last but not least auch auf unüberwindliche kulturelle Widerstände stoßen.   

Die “Mutter aller Datenportale” feiert ersten Geburtstag

Dass andere Länder auch in Zeiten der Wirtschaftskrise und knapper Haushaltskassen in der Lage sind, hier andere Prioritäten zu setzen und auch immer wieder nach zu legen, ist am besten an der Open Government Initiative in den USA zu sehen. Die “Mutter aller Open Data Portale” http://data.gov feierte ihren ersten Geburtstag und erhielt als Geschenk von ihren Schöpfern ein neues Kleid.  

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Von Anke Domscheit | 28. Mai 2010 | Keine Kommentare
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Auch die Weltbank legt ihre Daten offen – Armut bekämpfen mit Mashups

Die Open Data Bewegung erreicht nun auch Einrichtungen mit globalem Fokus – seit dem 22. April 2010 sind mehr als 2000 Indikatoren der Weltbank in einem eigenen Datenportal frei zugänglich. Dazu der Präsident der Weltbank, Robert B.  Zoelick:

“Today we are opening up one of the world’s most reliable and comprehensive databases on developing economies. It includes more than 2,000 indicators from countries around the world, including hundreds that go back 50 years.”

In einem Video erklärt der Weltbankpräsident die Motivation. Offene Daten helfen, neue Analysen zu erstellen, innovative Politiken zu entwickeln und mit neuen Lösungsansätzen daran zu arbeiten, Armut in Entwicklungsländern zu besiegen. Eine seiner Kernthesen betont die Bedeutung von Transparenz über harte Indikatoren, um Veränderungen herbeizuführen:

Our Experience shows, that what gets measured, gets changed”

Auch Forscher können Daten nutzen, um den Erfolg von Maßnahmen zu untersuchen. Fortschritte können objektiver und einfacher gemessen und verglichen werden, effektive Maßnahmen sind dadurch einfacher zu identifizieren und können schneller auf andere Länder übertragen werden.

Die Weltbank öffnet ihre Datenschätze

Weltbank kündigt “Global Apps for Development” Wettbewerb an

Robert B. Zoelick kündigte auch zu Beginn der Open Data Initiative der Weltbank an, kurzfristig ein weltweiter Ideen- und Entwicklungswettbewerb (“Global Apps for Development Competition”) anzustoßen, um Anwendungen, Mashups und Visualisierungen auf Basis der veröffentlichten Daten zu entwickeln, die ebenfalls dazu beitragen sollen, bessere Entscheidungen zu treffen und effektivere Lösungen zur Bekämpfung von Armut in der dritten Welt zu entwickeln:

As part of our Open Data Initiative, we will soon announce an “Apps for Development Competition”, challenging the developer community to create tools, applications, and mash-ups making it easier for users of development data to make better decisions and better policies to overcome poverty.”- Bob Zoellick

Statistiken erzählen die Geschichte der Menschen in Entwicklungsländern und spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen Armut – so der Weltbankpräsident. Die umfangreiche Datensammlung ist nun in vier Sprachen verfügbar (Englisch, Französisch, Arabisch und Spanisch). Ein How-To-Guide (Leitfaden) beschreibt, wie man die Datenbank einfach nutzen kann und neben den Rohdaten-Downloads auch schon Visualisierungen, Auswertungswerkzeuge oder existierende mobile Anwendungen finden kann.

Open Data wurde fast überall nicht nur als Vehikel für mehr Transparenz und damit als Methode, mehr Akzeptanz und Zufriedenheit auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger zu erreichen eingeführt, sondern vor allem auch als Treiber für Innovation. Die Weltbank hebt diesen Anspruch nun auf eine noch höhere Stufe – sie sieht in offenen Daten ein Werkzeug, Armut in der Welt zu bekämpfen. Transparenz ist ein Machtmittel – es ermöglicht Veränderungen, Veränderungen zum Besseren – durch die Weisheit der Massen, aber auch durch das Interesse von Vielen, die Welt durch das eigene Tun ein klein wenig besser zu machen. Im Government 2.0 hat jede und jeder dazu die Chance. Jeder hat die Möglichkeit, seine und ihre Umwelt zu verändern. Viele kleine Veränderungen können gemeinsam Großes bewirken.

Von Anke Domscheit | 30. April 2010 | Keine Kommentare
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„Nicht jede Verwaltung kann jedes Problem lösen!“

Neben dem bereits vorgestellten Maerker und dem entstehenden Mark-a-Spot gibt es eine Lösung, die an einigen Stellen schon einen Schritt weiter ist: handshake. Das kartenbasierte Tool entstand aus dem EU-Forschungsprojekt ‚Citizen Media’ an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Ausgangspunkt war die Frage, wie man Bürger dazu erreichen und motivieren kann, eine lokale Plattform für Anliegen zu nutzen. Stefan Göllner und Christian Kramer von ACT LOCAL haben uns die wichtigsten Fragen dazu beantwortet, wie es dazu kam, was daraus geworden ist und was sie grundlegend von dem Thema Anliegenmanagement halten.

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Von Jean-Pierre Winter | 20. April 2010 | Ein Kommentar
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100% Userorientierung – Twitter und Facebook Erfolgsrezept von hamburg.de

Wir vom Gov20-Netzwerk werden regelmäßig gefragt, wie man Twitter und Facebook erfolgreich für Kommunen oder Städte einsetzen kann. Was liegt da näher, als das anhand eines Best Practice zu erklären? Im Ranking der Twitter- und Facebook-Accounts europäischer Städte liegt  Hamburg derzeit ganz weit vorn. Mehr als 5.000 Follower lassen sich per Twitter über Neuigkeiten aus Hamburg informieren. Auch über die  Facebook-Fanseite erreicht hamburg.de zahlreiche Hamburg-Fans. „Wir machen anscheinend ‘was richtig…“ freut sich Georg Konjovic, einer der „Macher“ beim Stadtportal hamburg.de. Weiterlesen »

Von Antje Matten | 12. April 2010 | 4 Kommentare
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„Wir brauchen einheitliche und leicht zugängliche Plattformen für Verwaltungsdienstleistungen“

 

Mit Mark-a-Spot entsteht derzeit ein lizenzkostenfreies, internetbasiertes Tool für ein bürgerorientiertes Anliegenmanagement. Es ermöglicht den Betrieb einer offenen Plattform, auf der Zustände und Bedingungen im öffentlichen Raum dargestellt, bewertet und kommentiert werden können. Angelehnt an FixMyStreet.com oder Maerker.Brandenburg wird dieses Konzept mit Hilfe des Google Maps API für den Einsatz in einzelnen Kommunen umgesetzt. Wie die Lizenzierung genau aussehen wird, steht derzeit noch nicht fest. Auch daran wird noch gearbeitet, wie Holger Kreis, Initiator und Kopf von Mark-a-Spot, uns verriet.

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Von Jean-Pierre Winter | 29. März 2010 | 3 Kommentare
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„Fixmystreet passt nicht zur deutschen Verwaltungsrealität“

Das Brandenburger Projekt Maerker wird mittlerweile in einem Atemzug mit fixmystreet genannt. Das hat im Besonderen das Interesse von Ministerien und Kommunen auf der CeBIT gezeigt. Wir haben diesen Erfolg zum Anlass genommen, um mit den Projektverantwortlichen zu sprechen und genauer hinzusehen, was Maerker leistet und nicht leisten möchte. Helmut Semmet, Referatsleiter für eGovernment-Projekte im Ministerium des Innern des Landes Brandenburg, und Frank Schiersner, Leiter der Landeswebredaktion, standen uns Rede und Antwort. Weiterlesen »

Von Jean-Pierre Winter | 13. März 2010 | Ein Kommentar
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Von Abfall bis Zebrastreifen: Bürger gestalten Frankfurt

Alle Fans von fixmystreet und märker.brandenburg, die zufällig in Frankfurt am Main wohnen können sich freuen! Dem  Engagement des “Wissensaktivisten” Christian Kreutz verdanken die Frankfurter ihr eigenes ganz neues Lokalpolitik-Portal www.frankfurt-gestalten.de. Für alle, bei denen es beim Stichwort “fixmystreet” noch nicht klingelt, sei das Prinzip schnell noch einmal erklärt: über diese Website können britische Bürger Infrastrukturprobleme wie Straßenschäden, illegales Müllabladen, kaputte Laternen usw mit Foto und Position den verantwortlichen Behörden melden. Dabei ist die Website fixmystreet so einfach gestaltet, dass sich auch Erstbesucher und Internetfrischlinge gut zurechtfinden.
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Von Antje Matten | 3. März 2010 | 3 Kommentare
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Mitreden zum Thema Umwelt: Das BMU lädt zum Dialog

(nur noch bis 17. März–>) Mitte Februar ging eine neue Dialog-Webseite eines Bundesministeriums online: Das Bundesumweltministerium (BMU) möchte mit den Bürgern ins Gespräch kommen und sucht den Dialog zum Thema deutsche Nachhaltigkeit: Mitreden-U.de – Umweltdialog zur deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Screenshot mitredenUZiel des Dialogs soll sein, dass die Anregungen in den Fortschrittsberichts 2012 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie einfließen. Über einen Zeitraum von vier Wochen (noch bis 17. März) ist jeder dazu aufgerufen, Vorschläge einzureichen welche Themen von besonderer Relevanz sind. Weiterlesen »

Von Jean-Pierre Winter | 26. Februar 2010 | 8 Kommentare
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