Apps4DE / Bundesinnenminister zeichnet Preisträger auf der CeBIT aus
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat heute auf der CeBIT die Preise des ersten deutschen Programmierwettbewerbs „Apps für Deutschland“ verliehen.
„Die Beteiligung an diesem ersten deutschen Programmierwettbewerb war hervorragend. Es konnten alle drei von uns angesprochenen Zielgruppen erreicht werden: Nerds, Visionäre und Verwaltungsmitarbeiter. Behörden haben Daten zur Verfügung gestellt, Bürger übermittelten ihre Ideen und Programmierer die Apps – ein voller Erfolg“, erklärten die Organisatoren des Wettbewerbs, die drei Nichtregierungsorganisationen Government 2.0 Netzwerk, Opendata Network und Open Knowledge Foundation Deutschland.
320 Datensätze, 112 Ideen, 77 Apps
Aus 320 Datensätzen, 112 Ideen und 77 fertig programmierten Anwendungen hat eine hochkarätig besetzte Jury die Preisträger für den ersten nationalen Programmierwettbewerb „Apps für Deutschland” ermittelt. Der Wettbewerb wurde am 8. November 2011 eröffnet. Bewerber konnten ihre Vorschläge in den drei Kategorien Daten, Ideen und Anwendungen einreichen.
Für die Träger zeigt der Wettbewerb, „dass in einer Community Public Partnership, einer Ko-operation aus Zivilgesellschaft und Verwaltung, gemeinsam erfolgreich Neuland betreten wurde. Einreichende aus Wissenschaft, Wirtschaft oder Ausbildung haben mit einem hohen Grad an Kreativität und Engagement Ideen und Anwendungen entwickelt, die überwiegend Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern adressieren, aber auch Chancen für die wirtschaftliche Weiterverwendung zeigen“, so Anke Domscheit-Berg vom Government 2.0 Netzwerk Deutschland.
Zahlreiche Behörden gaben ihre Datenschätze frei, um deren Nutzung für Dritte zu ermöglichen. „Viele der eingereichten Ideen basieren jedoch auf Daten, die noch nicht von den deutschen Behörden freigegeben sind”, so Stefan Gehrke vom Open Data Network. „Diese Ideen machen den Mehrwert von Open Data erkennbar. Die Verwaltungen sind aufgefordert, ihre Daten in einer freien Lizenz zur Verfügung stellen.“
„Geteiltes Wissen ist vervielfachtes Wissen”, stellt Daniel Dietrich von der Open Knowledge Foundation Deutschland den Vorteil offener Daten dar und ergänzt: „Besonders erfreulich war die Einreichung der Bibliotheksverbünde von Bayern, Berlin und Brandenburg (2. Preis, Kategorie Daten). Sie zeigt, dass Länder- oder Behördengrenzen für Open Data kein Hindernis sind, wenn der Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund steht.”
Die Preise
Neben Preisen für diese drei Kategorien werden auf der CeBIT Sonderpreise der Länder Berlin und Bremen für Anwendungen vergeben, die Daten dieser Bundesländer nutzen. Außerdem wird am 10. März 2012 von youthpart.eu, der IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland für Anwendungen von oder für Jugendliche ein Jugendpreis verliehen. Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister VITAKO vergibt einen Sonderpreis für kommunale Anwendungen.
Aus Einreichungen, die nicht für die allgemeine Wertung berücksichtigt werden konnten, weil die zugrunde liegenden Daten noch nicht als Open Data zur Verfügung stehen, wählten Vertreter der drei Trägerorganisationen zwei Sonderpreisträger aus.
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Fazit der Veranstalter
Die Veranstalter hoffen, „dass die Ergebnisse dieses Wettbewerbs ein Anreiz sein werden für Bund, Länder und Kommunen, künftig ähnliche Apps-Wettbewerbe in eigener Verantwortung durchzuführen, um gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern kreative Lösungen mit Nutzen für die Gesellschaft zu entwickeln. Es hat sich gezeigt: Das Konzept funktioniert, jetzt ist die Verwaltung gefragt!“
Dank an die Unterstützer
Der Wettbewerb wurde unterstützt durch die Hauptsponsoren Esri und Microsoft sowie durch die weiteren Sponsoren Capgemini, Computacenter, EMC2, Fraunhofer Fokus, Huawei, Materna, SAP, Software AG, Symantec, Vitako und Vodafone sowie dem IT-Branchenverband Bitkom und den Bundesländern Berlin und Bremen.
Weitere Infos auf www.appsfuerdeutschland.de