Am 30. September und 1. Oktober 2010 gehen wir mit „Verwaltung trifft Social Media“ in die 2. Runde und laden Experten und Interssierte aus Politik, Verwaltung, NGOs, Wissenschaft und Wirtschaft herzlich zum Government 2.0 Camp 2010 nach Berlin ein. Unter dem Motto „Lernen aus der Praxis: Neuland Web 2.0“ wollen wir in diesem Jahr noch näher an die Praxis ran und dazu nicht nur deutsche und internationalen Best Practice Projekte, Ideen und Tools für Kommunen, Länder und Bund zeigen sondern auch konkrete Anwendungsideen mit Politik und Verwaltung entwickeln und diskutieren.
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In ihrem, Mitte der Woche herausgegebenen, Modernisierungsprogramm “Vernetzte und transparente Verwaltung” setzt die Regierungskoalition auch auf Open Government. In dem neuen Programm werden zuerst kurz die Rahmenbedingungen für die künftige Arbeit der öffentlichen Verwaltung beschrieben. Dabei wird festgestellt:
“Internet und Web 2.0 schaffen eine bislang nicht gekannte Transparenz und vielfältige Interaktionsmöglichkeiten. Wenn das Ziel gilt, Dialog und Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bürgerinnen, Bürgern sowie Unternehmen grundlegend zu verbessern, dann muss Verwaltung ihre Aufgabenerfüllung in einer komplexer werdenden Welt konsequent an den steigenden Anforderungen ausrichten. Um das Miteinander zu stärken, öffentliches Vertrauen zu schaffen und zu erhalten, ist Transparenz dort, wo sie zweckmäßig ist, anzustreben und Kooperation mit klarer Verantwortungszuordnung unerlässlich.”
Einen Absatz weiter wird auf die Open Data- und Open Government-Initiativen der angelsächsischen Länder hingewiesen, diese diskutierten nicht nur über diese Ansätze, sondern öffnen “tatsächlich strukturiertes Wissen der Verwaltung für jedermann”. Mehr lesen »
Am 23. September 2010 lädt Europas Netzwerk für ePartizipation PEP-NET – Pan European eParticipation Network – zu einem internationalen „E-Partizipationsgipfel“ in die historische Speicherstadt der Freien und Hansestadt Hamburg ein. Im Mittelpunkt der von Richard Wilson, dem Begründer von Involve and izwe, moderierten eintägigen Veranstaltung steht das Thema Online-Bürgerbeteiligung - also E-Partizipation.
Inhaltlich sollen insbesondere folgende Punkte beleutet werden:
Die Tagung ist auf die Bedürfnisse von Vertretern aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgerorganisationen ausgerichtet. Mehr lesen »
Das Internet bietet Mitarbeitern in der Verwaltung ebenso wie Abgeordneten viele Möglichkeiten, in einen direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu treten. Viele Politiker betreiben inzwischen Blogs – einzeln (Bsp. Henning Schürig, Grüne) oder gemeinsam (Bsp. FDP), sie twittern , vernetzen sich auf Facebook mit dem Volk (Bsp. Manuela Schwesig, SPD) und bestücken YouTube Kanäle (Bsp. die Linken).
Heute (05.08.2010) findet nun die offenbar deutschlandweit erste Bürgersprechstunde eines Bundestagsabgeordneten via skype statt. Mehr lesen »
Lathrop, D. & Ruma, L. (Hrsg.). Open Government: Transparency, Collaboration and Participation in Practice. O’Reilly, 2010.
In vielen Jahren wird man wohl die Veröffentlichung dieses Buches rückblickend als die Geburtsstunde der in Kanada und den USA entstandenen Open Government Bewegung ansehen. Das wäre jedoch falsch. Die Bewegung war schon aktiv und breit verwurzelt lange vor diesem Buch, und dass ihre Ideen das Weiße Haus erreicht haben ist ein Beweis für deren Tragweite.
Das Buch allerdings bringt eine Menge an Substanz in die öffentliche Debatte über Open Government und bietet eine Reihe hoch interessanter Aufsätze und Fallstudien zu vielen Aspekten von Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit im Öffentlichen Sektor. Mehr lesen »
In aller Munde… Wikileaks und Afghanistan, Wikileaks-Staff unter Verfolgungsdruck, geheimnisvolle verschlüsselte “Absicherungs-Dateien”… beste Kost für hungrige Medien, heißer Stoff für Verschwörungstheoretiker. Da bleibt für einen etwas ruhigeren, vielleicht etwas reflektierteren Umgang mit dem Begriff “Transparenz der Verwaltung” wenig Raum. Umso wichtiger erscheint es mir, mal eine klare Abgrenzung zwischen Open Data/Government 2.0 und Wikileaks vorzunehmen… zugegeben, subjektiv. Aber Meinungen sind nun mal subjektiv. Um es sehr klar auszudrücken: Ich unterstütze Wikileaks, auch wenn ich hinter ein paar Abläufe und Vorgehensweisen ein paar Fragezeichen setzen würde. Nichts und niemand ist perfekt. Aber die Vermischung mit dem Thema Government 2.0 finde ich unglücklich. Mehr lesen »